Berlinale-Auftritt von Kevin Spacey: Film finanziert durch russischen Betrüger unter Geldwäscheverdacht
Kevin Spacey: Film finanziert durch russischen Betrüger

Berlinale-Auftritt von Kevin Spacey: Film finanziert durch russischen Betrüger unter Geldwäscheverdacht

Der einstige Hollywood-Star Kevin Spacey (66) versucht sein Comeback mit einem neuen Film, der jedoch von zwielichtigen Geldgebern finanziert wird. Bei der Berlinale präsentierte er seinen Science-Fiction-Film „Holiguards Saga: The Portal of Force“, der von der ukrainischen Produzentin Elvira Paterson (37) produziert wurde. Paterson steht aktuell unter Verdacht der Geldwäsche, nachdem portugiesische Behörden ungewöhnliche Kontobewegungen bei ihr festgestellt haben, darunter eine Bareinzahlung von 312.000 US-Dollar.

Spaceys Kampf um Rückkehr ins Rampenlicht

Nachdem Kevin Spacey aufgrund von Belästigungsvorwürfen ab 2017 aus Hollywood verbannt wurde, kämpft er um seine Rückkehr. Zwar wurde er in zwei Prozessen in New York und London von allen Anklagepunkten freigesprochen, doch finanziell ist er ruiniert. Ein neuer Prozess droht ihm im Oktober 2026 in London. Sein neuer Film, bei dem er sowohl die Hauptrolle spielt als auch Regie führt, soll der Auftakt einer Sci-Fi-Trilogie sein und spielt in einer gespaltenen Zukunft mit Fabelwesen.

Verdächtige Finanzierung durch Krypto-Betrüger

Die Finanzierung des Films mit einem Budget von 10 Millionen US-Dollar wirft jedoch große Fragen auf. Produzentin Elvira Paterson arbeitete mit Vladimir Okhotnikov zusammen, einem russischen Krypto-Unternehmer, der in den USA wegen schweren Betrugs angeklagt ist. Das US-Justizministerium wirft ihm vor, an einem globalen Schneeballsystem beteiligt gewesen zu sein, das Anleger um 340 Millionen US-Dollar betrogen haben soll. Okhotnikov, der auch im Film mitspielt, bestreitet die Vorwürfe, wurde jedoch in Georgien bereits zu 10 Jahren Haft verurteilt und floh in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Berlinale als Kulisse für fragwürdige Premiere

Die Weltpremiere des Films fand während der Berlinale in der Astor Film Lounge statt, obwohl der Film offiziell nichts mit dem renommierten Festival zu tun hat. Die Produktionsfirma mietete sich einfach ein freies Kino während des Berlinale-Zeitraums. Die ursprünglich für Dezember in Lissabon geplante Premiere wurde nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Paterson abgesagt. Spacey zeigte sich bei der Veranstaltung und einem anschließenden Dinner bei der „Cinema for Peace“-Gala im Adlon begeistert von den Dreharbeiten, erwähnte jedoch keine der zwielichtigen Hintergründe.

Weitere Kontroversen um Filmteam

Neben Spacey spielt auch Dolph Lundgren (68) im Film mit, der in der Vergangenheit durch positive Äußerungen über Wladimir Putin auffiel. Lundgren bezeichnete Putin als „ziemlich fähig“ und einen „Segen“ für Russland. Diese politischen Ansichten fügen dem ohnehin schon kontroversen Projekt eine weitere Dimension hinzu. Die Ermittlungen gegen Paterson in Portugal laufen derweil weiter, während Spacey offenbar bereit ist, jeden Preis für seine Rückkehr auf die Weltbühne zu zahlen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration