Kinohit 'Ach, diese Lücke' knackt Millionenmarke: Verhoevens Sohn als Casting-Entdecker
Kinohit 'Ach, diese Lücke' knackt Millionenmarke

Kinohit 'Ach, diese Lücke' knackt Millionenmarke: Verhoevens Sohn als Casting-Entdecker

Die Tragikomödie „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Über eine Million Kinotickets wurden für den Film verkauft, wie die Produktionsfirma Komplizenfilm mitteilte. Die Verfilmung des autobiografischen Bestsellers von Joachim Meyerhoff erzählt die Geschichte des 20-jährigen Joachim, der zu seinen Großeltern nach München zieht, um die Schauspielschule zu besuchen – eine Zeit voller komischer, skurriler und wehmütiger Erlebnisse.

Ein Tipp des Sohnes wird zum Casting-Coup

Die Besetzung des Hauptdarstellers Bruno Alexander verdankt Regisseur Simon Verhoeven seinem 15-jährigen Sohn David. „Er hat gesagt, schau dir doch mal den Bruno Alexander an, könnte der nicht was sein für deinen Film?“, erzählt Verhoeven. Dieser Hinweis erwies sich als goldrichtig: „Wir haben nie einen anderen Schauspieler gecastet. Der Bruno trägt diesen Film sensationell. Er ist für mich die Entdeckung dieses Films.“ Auch die legendäre Senta Berger, die im Film als Großmutter agiert, zeigt sich beeindruckt: „Ich bin tief beeindruckt von Bruno.“

Bruno Alexander: Vom Kontrollfreak zum reinen Schauspieler

Für Bruno Alexander, bekannt aus der Serie „Die Discounter“, wo er nicht nur als Schauspieler, sondern auch am Drehbuch und an der Regie beteiligt war, bedeutete diese Rolle eine besondere Herausforderung. „Ich habe vorher viele eigene Sachen gemacht, viel Improvisation, bei denen ich dann auch eher in Kontrolle und nicht nur Schauspieler war“, erklärt der 26-Jährige. Die Arbeit an der Literaturverfilmung zeigte ihm erstmals, dass er auch als reiner Schauspieler mit festen Dialogen bestehen kann. Die schwierigsten Szenen waren für ihn jedoch jene, in denen er auf einer Theaterbühne brillieren musste – eine echte Probe seines Könnens.

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Emotionale Dreharbeiten mit familiärer Bindung

Die Dreharbeiten im Sommer 2025 waren von besonderer Intensität geprägt, nicht zuletzt wegen der familiären Verbindungen. Senta Berger stand unter der Regie ihres Sohnes Simon vor der Kamera, an der Seite von Michael Wittenborn als Ehemann. „Es waren schon besonders schöne und emotionale Dreharbeiten“, erinnert sich die 84-jährige Berger. „Wir haben gemerkt, da entsteht was Tolles, da halten wir zusammen, da geben wir unser Bestes und das haben auch alle gemacht.“

Die Emotionen wurden noch verstärkt durch den Tod von Michael Verhoeven, Senta Bergers Ehemann und Vater von Simon, etwa ein Jahr vor Drehbeginn. Simon Verhoeven beschreibt diese Zeit als „eine sehr intensive Zeit, eine Zeit der Nähe, wo man sich gegenseitig auch wieder ein bisschen aufgerichtet hat“. Diese menschlichen Verbindungen – mit der Mutter zu drehen, mit einem Talent wie Bruno Alexander zusammenzuarbeiten und einen so persönlichen Stoff umzusetzen – sind laut Verhoeven äußerst selten. Dass der Film nun auch noch so erfolgreich ist, setzt dem Ganzen die Krone auf.

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