Liam Neeson kämpft gegen Zombie-Pilz in amüsantem Horrorfilm „Cold Storage“
Neeson vs. Zombie-Pilz: Amüsanter Horrorfilm „Cold Storage“

Liam Neeson im Kampf gegen tödlichen Zombie-Pilz

Seit fast zwei Jahrzehnten ist Liam Neeson der unangefochtene Action-Held des Kinos. Nach seinem Durchbruch mit „96 Hours - Taken“ begeistert der nordirische Schauspieler regelmäßig mit knallharten Einsätzen gegen Schurken aller Art. In seinem neuesten Film „Cold Storage“ wechselt Neeson jedoch das Genre und stellt sich einer ungewöhnlichen Bedrohung: einem parasitären Pilz, der Menschen und Tiere in Zombie-ähnliche Kreaturen verwandelt.

Eine ungewöhnliche Mischung aus Genres

„Cold Storage“ ist kein typischer Neeson-Actionfilm, wie der 73-jährige Schauspieler im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in London bestätigt. Stattdessen bietet der Film eine wilde Kombination aus Zombie-Horror, Action-Elementen und schwarzer Komödie. Neben Neeson übernehmen „Stranger Things“-Star Joe Keery und die horrorerfahrene Britin Georgina Campbell die Hauptrollen in diesem ungewöhnlichen Kinovergnügen.

Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen Roman des renommierten Drehbuchautors David Koepp, der bereits für Blockbuster wie „Jurassic Park“ und „Mission: Impossible“ verantwortlich zeichnete. „Es ist ein großartiges Drehbuch“, schwärmt Neeson über das Projekt. „Ich bin seit Jahren ein Fan von David Koepp und musste diesen Film einfach machen.“

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Die Handlung: Ein tödlicher Ausbruch

Die Geschichte beginnt im Jahr 2005 in Australien, wo aus einem alten NASA-Sauerstofftank in einem Freiluftmuseum ein hochinfektiöser, mutierter Pilz entweicht. Die tödliche Substanz lässt alle Lebewesen in der Umgebung sterben – viele von ihnen explodieren einfach. Das Pentagon schickt die Spezialisten für biochemische Waffen Robert Quinn (Liam Neeson) und Trini Romano (Lesley Manville) zur Eindämmung des Ausbruchs.

Das Duo sichert eine Probe des Pilzes, die in einem geheimen Hochsicherheits-Kryolager in Kansas aufbewahrt wird. Jahrzehnte später hat sich die ehemalige Militärbasis in einen Self-Storage-Laden verwandelt, in dem Travis (Joe Keery) und seine neue Kollegin Naomi (Georgina Campbell) Nachtschicht schieben. Als sie ein mysteriöses Geräusch hören, entdecken sie die Überreste der alten Basis – und dass der Pilz erneut ausgebrochen ist.

Klaustrophobische Atmosphäre und unerwartete Besucher

Die infizierten Kreaturen speien grünen Schleim und versuchen, das Virus zu verbreiten. Aus dem Ruhestand zurückgeholt, kämpft Spezialist Quinn gemeinsam mit Travis und Naomi gegen die Zombie-ähnlichen Wesen. Das unterirdische, verlassene Labor mit seinen engen Gängen und alten Geräten erzeugt eine beklemmend klaustrophobische Atmosphäre.

Für zusätzliche Spannung sorgen nächtliche Besucher: Naomis Ex-Mann Mike (Aaron Heffernan) und Travas‘ unangenehmer Kollege Griffin (Gavin Spokes), der mit seiner Gang gestohlene Fernseher abtransportieren will. Diese unerwarteten Gäste verschärfen die ohnehin schon prekäre Situation.

Neesons selbstironischer Auftritt

Besonders amüsant ist Neesons selbstironischer Umgang mit seinem eigenen Action-Image. Seine Figur Robert Quinn leidet unter Rückenproblemen, die seinen Spezialeinsatz beeinträchtigen. „Eine menschliche Schwäche der Figur, die mir gefiel“, erklärt Neeson. „Trotz aller Science-Fiction- und Fantasy-Elemente kehrt alles zum Menschlichen zurück – genau das mochte ich an dieser Rolle.“

Ein weiteres Highlight ist der kurze Auftritt der britischen Schauspiellegende Vanessa Redgrave (89) als Ma Rooney. Neeson zeigt sich begeistert: „Ich bin wirklich glücklich, dass sie mitspielt.“ Redgrave ist die Mutter seiner verstorbenen Ehefrau Natasha Richardson und bereichert den Film mit ihrer Präsenz.

Realitätsbezug und musikalische Untermalung

„Pass gut auf – Dieser Scheiß ist echt!“ warnt der Film zu Beginn tatsächlich nicht ganz zu Unrecht. In den Tropen existiert tatsächlich der parasitäre Pilz Ophiocordyceps unilateralis, der das Nervensystem von Ameisen befällt und ihr Verhalten kontrolliert – bekannt als Zombie-Ameisenpilz.

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„Cold Storage“ übertreibt diesen realen Hintergrund bewusst und untermalt die Handlung mit passenden Popsongs wie „I Get Around“ von den Beach Boys oder „One Way Or Another“ von Blondie. Die Zombies präsentieren sich als schleimige, unberechenbare Kreaturen mit Hang zur Selbstzerstörung, die trotz der Bedrohungslage für humorvolle Momente sorgen.

Bewusster Trash-Faktor

Regisseur Jonny Campbell inszeniert „Cold Storage“ mit absichtlicher B-Film-Ästhetik. Der Horror ist grotesk überzeichnet, funktioniert aber dennoch perfekt in diesem Kontext. Der Film bietet bewusst schräges Vergnügen und kurzweiliges Popcorn-Kino, wie es heute nur noch selten produziert wird.

„Cold Storage“ beweist, dass Liam Neeson auch abseits seiner typischen Action-Rollen überzeugen kann. Die Mischung aus Horror, Action und Komödie mit einem Hauch Science-Fiction bietet unterhaltsame 100 Minuten Kino, die das Publikum sowohl gruseln als auch lachen lassen werden.