Richard Grenell als Präsident des Trump Kennedy Centers abgelöst – Matt Floca übernimmt
Grenell als Kennedy-Center-Präsident abgelöst – Floca übernimmt

Wechsel an der Spitze des umbenannten Kennedy Centers in Washington

Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, wird nach einem turbulenten Jahr als Präsident des Trump Kennedy Centers abgelöst. US-Präsident Donald Trump gab auf seiner Onlineplattform Truth Social bekannt, dass Matt Floca, derzeit Vizepräsident für Gebäudemanagement der renommierten Kultureinrichtung, die Nachfolge antreten wird.

Trumps Lob für Grenells Übergangsarbeit

In seiner Mitteilung würdigte Trump die Leistungen Grenells während der Übergangsphase. „Grenell hat hervorragende Arbeit bei der Koordination verschiedener Bereiche des Zentrums geleistet“, erklärte der Präsident. Der frühere Botschafter war von Trump im vergangenen Jahr eingesetzt worden, nachdem dieser das Kennedy Center als „woke“ kritisiert und umfassende personelle Veränderungen vorgenommen hatte.

Umfassende Umstrukturierungen unter Trump

Seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 hat Trump die traditionsreiche Kultureinrichtung grundlegend verändert:

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  • Neubesetzung des Direktoriums mit eigenen Gefolgsleuten
  • Eigene Wahl zum Vorsitzenden des Gremiums
  • Umbenennung in „Trump Kennedy Center“ im Dezember 2025
  • Einsetzung Grenells als Präsident mit dem Auftrag, „antiamerikanische Propaganda“ abzuschaffen

Proteste und Absagen namhafter Künstler

Die politische Einmischung in die bislang überparteiliche Institution löste bei vielen Kulturschaffenden massive Proteste aus. Zahlreiche renommierte Künstler sagten Auftritte am Kennedy Center ab, darunter:

  1. Der Komponist Philip Glass, der die Uraufführung seines Werks „Lincoln“ über Abraham Lincoln absagte
  2. Die Schauspielerin Issa Rae und das erfolgreiche Musical „Hamilton“
  3. Der Banjo-Spieler Béla Fleck und die Opernsängerin Renée Fleming
  4. Die Martha Graham Dance Company und der „Wicked“-Komponist Stephen Schwartz
  5. Die seit 1971 dort auftretende Washington National Opera

Zweijährige Renovierung beginnt im Juli

Das Kulturzentrum wurde Anfang Februar für eine Dauer von zwei Jahren geschlossen. Die umfassende Renovierung soll ab dem 4. Juli 2026 beginnen. Das 1971 eröffnete Haus war ursprünglich nach dem 1963 ermordeten demokratischen Präsidenten John F. Kennedy benannt worden, der mit seiner Frau Jacqueline zu Lebzeiten Spenden für den Bau gesammelt hatte.

Neuer Präsident mit Immobilien-Expertise

Der designierte Nachfolger Matt Floca bringt laut seiner offiziellen Biografie umfangreiche Erfahrungen im Baumanagement und Immobiliensektor mit. Seine Expertise könnte für die anstehende zweijährige Renovierungsphase von besonderer Bedeutung sein. Der Wechsel an der Spitze erfolgt damit nur wenige Monate vor Beginn der umfassenden Sanierungsarbeiten.

Das ehemalige Kennedy Center galt bis zur Übernahme durch die Trump-Administration als überparteiliche Institution mit jährlich etwa zwei Millionen Besuchern. Die politisierte Umgestaltung unter Trump hat zu erheblichen Kontroversen in der amerikanischen Kulturszene geführt und die traditionelle Unabhängigkeit der Einrichtung grundlegend in Frage gestellt.

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