Kennedy Center bekommt neue Leitung vor zweijähriger Renovierung unter Trump
Kennedy Center: Neue Leitung vor zweijähriger Renovierung

Kennedy Center vor Umbau: Neue Führung unter Trump-Regierung

Das Kennedy Center in Washington, das von US-Präsident Donald Trump auf Regierungskurs gebracht wurde, soll vor seiner umfassenden Renovierung einen neuen Leiter erhalten. Der bisherige Präsident Richard Grenell, ein enger Vertrauter Trumps und ehemaliger US-Botschafter in Deutschland, gibt sein Amt nach "exzellenter Arbeit" ab, wie Trump über seine Plattform Truth Social verkündete.

Personalwechsel vor zweijähriger Schließung

Die Nachfolge tritt Matt Floca an, der bisher als Vizepräsident für das Gebäudemanagement der renommierten Kultureinrichtung zuständig war. Seine Hauptaufgabe wird die Überwachung des umfangreichen Umbaus sein, der nach den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag am 4. Juli beginnen soll.

Das Gebäude wird für etwa zwei Jahre vollständig geschlossen bleiben, um umfassende Renovierungsarbeiten durchzuführen. Trump versprach auf Truth Social, dass das Kennedy Center nach Abschluss der Arbeiten "die weltweit beste Einrichtung ihrer Art" sein werde. Der US-Präsident behauptet, der Komplex sei in einem sehr schlechten Zustand gewesen und dringend renovierungsbedürftig - seine Regierung habe das Kulturhaus gerettet.

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Trumps Übernahme und Umbenennung

Kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr hatte Trump das Kennedy Center unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen "anti-amerikanische Propaganda" in der Kulturwelt angekündigt. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm selbst den Vorsitz und betraute Grenell damit, die Institution auf Linie zu bringen.

Unter öffentlichem Protest wurde das landesweit bekannte Kulturhaus später in "Trump Kennedy Center" umbenannt. Zur Begründung hieß es, die Einrichtung sei zu "woke" gewesen - ein Begriff, den Konservative für zu linksliberale Ideologien verwenden. Im Dezember ließ Trump seinen Namen an der Fassade des prunkvollen Komplexes am Potomac-Fluss anbringen.

Künstlerproteste und kulturkämpferische Dimension

Das ursprünglich nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannte Haus zeigt traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik. Nach der Umbenennung sagten mehrere Künstler ihre Auftritte aus Protest ab.

Kritiker sehen Trumps Übernahme der auch mit Steuergeld geförderten Einrichtung als Teil eines großangelegten Kulturkampfes, bei dem Konservative versuchen, was sie als zu linksliberale Ideologie betrachten, abzuschaffen. Grenells Aufgabe war es explizit, "anti-amerikanische Propaganda" in der Kulturwelt zu bekämpfen.

Die baulichen Veränderungen sollen den gesamten Komplex nach Trumps Wünschen umgestalten. Die Kontroverse um die Einrichtung spiegelt damit nicht nur architektonische, sondern vor allem ideologische Auseinandersetzungen wider, die die amerikanische Kulturszene derzeit prägen.

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