Abschied von den Ikonen der Sachsenklinik: Diese 'In aller Freundschaft'-Darsteller sind verstorben
Seit mehr als einem Vierteljahrhundert fesselt die beliebte Arztserie 'In aller Freundschaft' die Zuschauer der ARD. Die fiktive Sachsenklinik in Leipzig ist längst zu einem festen Bestandteil der deutschen Fernsehlandschaft geworden. Doch im Laufe der vielen Jahre mussten sich die treuen Fans bereits mehrfach von geliebten Serienstars verabschieden – sowohl innerhalb der Handlung als auch im wirklichen Leben.
Rolf Becker: Der herzliche Cafeteria-Wirt Otto
Seit dem Jahr 2006 gehörte Rolf Becker als Cafeteria-Wirt Otto und Vater des Klinikchefs Dr. Martin Stein fest zum Ensemble von 'In aller Freundschaft'. Mit seiner warmherzigen Art eroberte er schnell die Sympathien der Zuschauer. Der erfahrene Schauspieler, der in über 200 Film- und Fernsehproduktionen mitwirkte, verstarb am 12. Dezember 2025 im Alter von 90 Jahren in einem Hospiz in Hamburg. Ein besonderes Highlight für die Fans blieb stets Folge 987, in der Becker erstmals gemeinsam mit seinem Sohn Ben Becker vor der Kamera stand.
Dieter Bellmann: Der erste Klinikleiter Prof. Gernot Simoni
Dieter Bellmann verkörperte von der allerersten Folge bis zur 669. Ausgabe den charismatischen Prof. Gernot Simoni, den ersten Klinikleiter der Sachsenklinik. Der vielseitige Künstler, der bereits in jungen Jahren als Synchronsprecher arbeitete und unter anderem die deutsche Stimme von Alain Delon und Donald Sutherland war, verstarb am 20. November 2017 im Alter von 77 Jahren. Sein Anwalt teilte damals mit, Bellmann sei 'friedlich eingeschlafen'.
Fred Delmare: Der vielseitige Friedrich Steinbach
Von Folge 1 bis Folge 296 im Jahr 2006 bereicherte Fred Delmare (bürgerlich Werner Vorndran) als Friedrich Steinbach die Serie. Der erfahrene DDR-Schauspieler, der sich seinen Künstlernamen bereits am Nationaltheater in Weimar zulegte, verstarb 2009 im Alter von 83 Jahren an den Folgen einer doppelseitigen Lungenentzündung. In der Serie spielte er den Vater von Pia Heilmann und beeindruckte auch nach der Wiedervereinigung das westdeutsche Publikum mit seinem Talent.
Ursula Karusseit: Die beliebte Charlotte Gauß
Als ehemalige Cafeteria-Pächterin Charlotte Gauß eroberte Ursula Karusseit die Herzen der 'In aller Freundschaft'-Fans. Die vielseitige Schauspielerin verstarb am 1. Februar 2019 im Alter von 79 Jahren infolge einer Herzinsuffizienz. Ihr Sohn Pierre Besson, der aus ihrer ersten Ehe mit dem Schweizer Theaterschauspieler Benno Besson stammt, setzt die künstlerische Tradition der Familie fort.
Hendrikje Fitz: Die einfühlsame Pia Heilmann
Von 1998 bis 2016 verkörperte Hendrikje Fitz die einfühlsame Pia Heilmann, Ehefrau von Dr. Roland Heilmann und Mutter von Alina und Jakob. Die Schwester des Schauspielers Florian Fitz war von der ersten bis zur 745. Folge ein fester Bestandteil der Serie. 2014 wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert, dem sie im Jahr 2016 im Alter von nur 54 Jahren erlag. Ihr früher Tod hinterließ eine schmerzliche Lücke in der Serie und bei den Fans.
Diese Darsteller haben mit ihren unvergesslichen Rollen die Geschichte der Sachsenklinik maßgeblich geprägt und werden den Zuschauern als Teil des Serien-Erbes für immer in Erinnerung bleiben. Ihre Leistungen tragen wesentlich zum anhaltenden Erfolg von 'In aller Freundschaft' bei, die auch nach mehr als 25 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren hat.



