Britische Schauspielerin Jane Lapotaire mit 81 Jahren verstorben
Die gefeierte britische Schauspielerin Jane Lapotaire ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Wie die Zeitung The Guardian berichtete, verstarb sie bereits am 5. März, wobei die genaue Todesursache nicht genannt wurde. Lapotaire war international besonders durch ihre Rolle als Prinzessin Alice von Battenberg, die Mutter von Prinz Philip, in der Netflix-Serie „The Crown“ bekannt geworden.
Eine Karriere, die Theatergeschichte schrieb
Jane Lapotaire prägte über viele Jahrzehnte hinweg das britische Theater und war auf fast allen bedeutenden Bühnen des Landes zu sehen. Ihre Darstellung der französischen Chansonsängerin Édith Piaf brachte ihr sowohl den renommierten Tony Award als auch den Olivier Award ein und schrieb damit Theatergeschichte. Sie trat am Bristol Old Vic auf, spielte am National Theatre unter der Leitung von Laurence Olivier und arbeitete mit der Royal Shakespeare Company zusammen. Zudem gehörte sie 1970 zu den Mitbegründern des Theaters Young Vic.
Auszeichnungen und späte Erfolge
Noch im vergangenen Jahr wurde Jane Lapotaire mit dem Titel CBE (Commander of the British Empire) geehrt, der ihr am 17. Februar auf Schloss Windsor verliehen wurde. Neben ihrer Theaterarbeit war sie auch vor der Kamera aktiv und feierte internationale Erfolge. 2019 erlangte sie mit ihrer Rolle in „The Crown“ große Aufmerksamkeit, und zu ihren späteren Arbeiten zählten Auftritte in der Verfilmung von Daphne du Mauriers „Rebecca“ sowie in der Miniserie „The Burning Girls“ bei Paramount+.
Schicksalsschlag und Comeback
Im Jahr 2000 erlitt Jane Lapotaire einen schweren Schicksalsschlag: Während einer Gastspielreise in Paris, wo sie in Terrence McNallys Stück „Master Class“ die Operndiva Maria Callas verkörperte, erlitt sie einen Schlaganfall. Nach zwei lebensrettenden Operationen und einem Aufenthalt auf der Intensivstation konnte sie ihre Karriere fortsetzen und feierte 2004 ein beeindruckendes Bühnencomeback. In ihrem 2003 erschienenen Buch „Time Out of Mind“ schilderte sie diese schwierige Zeit ausführlich.
Privates Leben und Vermächtnis
Jane Lapotaire war von 1965 bis 1967 mit Oliver Wood und von 1971 bis 1980 mit dem Regisseur und Produzenten Roland Joffé liiert. Aus der Beziehung mit Joffé ging ihr Sohn Rowan Joffé hervor, der heute als Regisseur arbeitet. Mit ihrem Tod hinterlässt sie ein reiches künstlerisches Erbe, das von ihrer Vielseitigkeit und ihrem Engagement für die Schauspielkunst zeugt. Ihre Leistungen werden in der Theaterwelt und darüber hinaus in Erinnerung bleiben.



