Sandra Hüller entdeckt durch Berlinale-Film 'Rose' die Geheimnisse männlicher Körpersprache
Sandra Hüller: Warum Männer so gehen, wie sie gehen

Sandra Hüllers tiefe Einblicke in männliches Verhalten durch Berlinale-Rolle

Die Fähigkeit zur Verwandlung bildet das Herzstück der Schauspielerei, und dabei lernt man stets Neues über den eigenen Körper sowie das Verhalten anderer Menschen. Diese wertvolle Erfahrung machte Sandra Hüller, 47, während der Dreharbeiten zu "Rose", einem Wettbewerbsfilm der diesjährigen Berlinale. Der Film des österreichischen Regisseurs Markus Schleinzer erzählt die Geschichte einer Frau, die sich nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges als Soldat ausgibt und in einem deutschen Dorf Anspruch auf einen Gutshof erhebt.

Die transformative Kraft der Hosenrolle

In einem Interview mit der "Zeit" sprachen Sandra Hüller und ihre Kollegin Caro Braun über ihre Rollen in "Rose". Während Braun durch ihr Korsett in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt und durch mehrere übereinandergetragene Röcke im Gang beschwert wurde, erlebte Hüller eine ganz andere Dynamik. Sie betonte: "Eine Hose beschützt einen immer." Dieser Schutz gelte vor Blicken und im Grunde vor allem, was von außen kommen könnte.

Allerdings brachte diese spezielle Hosenrolle auch ungewöhnliche Herausforderungen mit sich. Hüller trug nicht nur einen eingeschnürten Oberkörper, sondern auch einen künstlichen Penis aus Horn. Die Schauspielerin schilderte humorvoll: "Mir baumelte ständig was zwischen den Beinen rum." Diese physische Veränderung sei entscheidend gewesen, um zu verstehen, wie sie die Körperhaltung beeinflusst. Hüller resümierte: "Jetzt verstehe ich, warum Männer so gehen, wie sie gehen."

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Emotionale Unterschiede zwischen Männer- und Frauenrollen

Ein weiterer bedeutender Kontrast, den die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin hervorhob, liegt in der Darstellung von Emotionen. Bei Männerfiguren könne alles drinnenbleiben. Man habe die Möglichkeit, sich alles genau anzuschauen und irgendwann einen klugen Satz zu sagen. Im Gegensatz dazu müsse die Frau daneben oft große dramatische Szenen spielen und sich die Haare raufen.

Hüller wies darauf hin, dass sie in Filmen, in denen sie die Partnerin eines Mannes spielt, häufig auch dessen Emotionen verkörpern müsse. Diese Beobachtung unterstreicht die komplexen Erwartungen an weibliche Charaktere in der Filmwelt. Die Erfahrungen aus "Rose" bieten somit nicht nur persönliche Einsichten, sondern auch einen kritischen Blick auf geschlechtsspezifische Rollenbilder in der Kunst.

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