Sächsisches Theatertreffen 2026: Internationale Bühnenkunst im Dreiländereck
Sächsisches Theatertreffen: Internationale Bühnenkunst im Dreiländereck

Sächsisches Theatertreffen 2026: Internationale Bühnenkunst im Dreiländereck

Vom 21. bis 26. April 2026 verwandeln sich die Städte Görlitz und Zittau in eine pulsierende Bühne für die sächsische Theaterszene. Das 13. Sächsische Theatertreffen präsentiert ein außergewöhnlich vielfältiges Programm mit insgesamt 21 Inszenierungen auf sechs verschiedenen Bühnen. Das Gerhart-Hauptmann-Theater übernimmt als Gastgeber die Ausrichtung des renommierten Festivals an seinen beiden Standorten und setzt dabei bewusst auf internationale Perspektiven.

Grenzüberschreitende Kulturkooperationen

Neben elf etablierten Stadt-, Staats- und Landestheatern aus Sachsen bereichern in diesem Jahr auch Ensembles aus Polen und Tschechien das Festivalprogramm. Intendant Daniel Morgenroth betont die besondere Ausrichtung: „Wir weiten den Blick gezielt über Grenzen hinweg nach Osteuropa und in die Welt.“ Diese internationale Dimension wird durch die vollständige Integration des trinationalen Festivals J-O-S unterstrichen, das seit 15 Jahren den Kulturaustausch im Dreiländereck fördert.

Die ausländischen Produktionen werden in ihren Landessprachen mit deutschen Übertiteln gezeigt, wobei eine Inszenierung des Animationstheaters aus Jelenia Gora sogar komplett ohne Sprachbarrieren auskommt. Partnereinrichtungen aus Hirschberg und Reichenberg ergänzen das Angebot der sächsischen Theater und schaffen ein einzigartiges kulturelles Mosaik.

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Höhepunkte des Festivalprogramms

Zu den besonderen Attraktionen des Theatertreffens zählen:

  • Die Tanzproduktion „Romeo/Juliet Paradise“, eine Görlitzer Koproduktion mit Künstlern aus Ruanda, die am 10. April ihre Uraufführung erlebte
  • Das Schauspiel „Von dem Glück, Hrdlak gekannt zu haben“, basierend auf Janoschs gleichnamigem Roman und entstanden in Zusammenarbeit mit dem Lubuski Teatr in Zielona Gora
  • Shakespeares „Richard III.“ in einer Inszenierung des Theaters Plauen-Zwickau
  • Friedrich Schillers „Maria Stuart“, dargeboten von den Landesbühnen Sachsen

Besonders gefragt ist das Auftragswerk „Der Girschkarten“ von Lukas Rietzschel, das bereits komplett ausverkauft ist. Der Görlitzer Autor hat sich mit seiner Talkshow „Rietzschels Utopien“ zu einem Publikumsmagneten entwickelt, der regelmäßig vor vollem Haus spielt.

Kostenlose Angebote und politischer Dialog

Für das Publikum bietet das Theatertreffen die seltene Gelegenheit, „geballt Stücke aus verschiedenen Theatern zu sehen, ohne weit reisen zu müssen“, wie Morgenroth hervorhebt. Neben den regulären Vorstellungen gibt es kostenlose Auftritte von Künstlern der freien Szene am 23. April in Görlitz und am 24. April in Zittau.

Ein besonderes Highlight verspricht die öffentliche Gesprächsrunde am 25. April zu werden, bei der Intendant Morgenroth auf Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) trifft. Unter dem Titel „Mehr als Geld“ wird die finanziell angespannte Lage der Theater thematisiert und diskutiert, wie viel Kultur sich der Freistaat Sachsen künftig in der Fläche leisten kann.

Tradition und Innovation

Das Gerhart-Hauptmann-Theater war bereits 2012 Gastgeber des Sächsischen Theatertreffens und kehrt nun nach vierzehn Jahren an diesen prestigeträchtigen Ort zurück. Die alle zwei Jahre an wechselnden Standorten stattfindende Leistungsschau demonstriert eindrucksvoll die Vitalität und Kreativität der sächsischen Theaterszene. Mit seiner internationalen Ausrichtung und der Betonung grenzüberschreitender Kooperationen setzt das Festival 2026 neue Maßstäbe für kulturellen Austausch in der Region.

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