Simon Rattle erhält hohe Auszeichnung der Staatskapelle Berlin
Nach einer intensiven und langjährigen Zusammenarbeit von 18 Jahren hat die Staatskapelle Berlin dem britischen Dirigenten Sir Simon Rattle eine besondere Ehre zuteilwerden lassen. Der 71-jährige Musiker wurde zum Ehrendirigenten des renommierten Orchesters ernannt, wie die Staatsoper Unter den Linden in einer offiziellen Mitteilung bekannt gab.
Eine künstlerisch intensive Verbindung
Die Auszeichnung würdigt eine über viele Jahre gewachsene und künstlerisch besonders intensive Zusammenarbeit. "Mit dieser Auszeichnung ehrt das Orchester eine über viele Jahre gewachsene, künstlerisch besonders intensive Zusammenarbeit", erklärte die Staatsoper. Rattle reiht sich damit in eine illustre Liste von Ehrendirigenten der Staatsoper ein, zu der bereits Persönlichkeiten wie Pierre Boulez, Zubin Mehta, Otmar Suitner und Ehrenchefdirigent Daniel Barenboim gehören.
Lange Verbundenheit mit Berlin
Die Verbindung zwischen Rattle und der Berliner Musikszene reicht weit zurück:
- Der in Liverpool geborene Dirigent war früher Chefdirigent der Berliner Philharmoniker
- Sein Debüt an der Staatsoper gab er bereits 2008 mit Aufführungen von Claude Debussys "Pelléas et Mélisande"
- Über 15 Jahre realisierte er einen hochgelobten Zyklus mit Werken von Leoš Janáček
- Seit der Spielzeit 2023/24 leitet er das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Die Staatskapelle Berlin ehrte Rattle nach einem Konzert am Montagabend und betonte in ihrer Würdigung: "Die Zusammenarbeit mit Sir Simon Rattle ist für uns als Orchester über viele Jahre hinweg von großer künstlerischer Intensität und gegenseitigem Vertrauen geprägt gewesen. Seine Neugier, seine Offenheit und seine besondere Hingabe an die Musik haben unsere gemeinsame Arbeit immer wieder bereichert und inspiriert."
Ein besonderer Abschluss
Der nun verliehene Ehrentitel markiert einen besonderen Höhepunkt in der langjährigen Zusammenarbeit. Aktuell schließt sich der Janáček-Zyklus mit der Neuproduktion von "Das schlaue Füchslein", was die künstlerische Verbindung zwischen Rattle und der Staatskapelle Berlin symbolisch abrundet. Die Ernennung zum Ehrendirigenten ist somit nicht nur Ausdruck großer Dankbarkeit, sondern auch Wertschätzung für eine außergewöhnliche musikalische Partnerschaft.



