Kaffeevollautomaten unter 500 Euro: Testsieger Philips und Tchibo überzeugen
Günstige Kaffeevollautomaten: Testsieger Philips und Tchibo

Ein aktueller Test des Verbrauchermagazins IMTEST zeigt: Auch Kaffeevollautomaten für unter 500 Euro können eine hohe Qualität bieten. Von 18 getesteten Modellen schnitten drei Geräte besonders gut ab – der Testsieger kommt von Philips, der Preis-Leistungssieger von Tchibo.

Günstige Kaffeevollautomaten im Test: Drei Modelle überzeugen

Laut einer Konsumanalyse des Deutschen Kaffeeverbandes nimmt die Nachfrage nach Kaffeevollautomaten stark zu. „Inzwischen steht in jedem dritten Haushalt ein entsprechendes System“, sagt Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer im Deutschen Kaffeeverband. Die Geräte kosten oft weit mehr als Filtermaschinen, doch der Test belegt, dass auch preisgünstige Modelle qualitativ überzeugen können.

Die IMTEST-Redaktion prüfte die Kaffeevollautomaten unter praxisnahen Bedingungen – von der Inbetriebnahme bis zum täglichen Gebrauch. Bewertet wurden Ausstattung, Bedienkomfort, Größe der Behälter, Einstellmöglichkeiten für Getränke, Steuerung über Display und Menü. Im Praxistest bereitete das Team verschiedene Kaffeespezialitäten zu und untersuchte Temperatur, Geschmack des Espressos sowie Qualität des Milchschaums. Auch Wartungsaufwand und Stromverbrauch flossen in die Gesamtbewertung ein.

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Testsieger: Philips Serie 5400 Kaffeevollautomat

Mit der Gesamtnote 2,21 („gut“) belegt der Philips Serie 5400 Kaffeevollautomat einen der vorderen Plätze. Die Tester lobten den feinporigen Milchschaum und die einfache Handhabung. Das Gerät verfügt über ein farbiges Touchdisplay, über sich elf Kaffeespezialitäten direkt anwählen und individuell anpassen lassen – darunter Espresso, Kaffee, Cappuccino, Latte Macchiato und Americano. Die Funktion „My Coffee Choice“ erlaubt die Anpassung von Stärke, Füllmenge und Temperatur. Vier persönliche Nutzerprofile können angelegt werden.

Für Milchgetränke nutzt das Gerät das LatteGo-Milchsystem, bei dem Milch und Luft in einer separaten Kammer aufgeschäumt werden. Ein Keramikmahlwerk mit zwölf Mahlgraden sorgt für die optimale Mahlung. Der AquaClean-Wasserfilter verlängert laut Hersteller die Entkalkungsintervalle. Zur Ausstattung gehören ein abnehmbarer Wassertank, ein Bohnenbehälter mit Aromaschutzdeckel sowie eine herausnehmbare Brühgruppe.

Philips 2300 Series: Günstig und leise

Der Philips 2300 Series Kaffeevollautomat erreichte die Gesamtnote 2,25 („gut“). Er überzeugte durch ausgewogenen Geschmack, einfache Inbetriebnahme und sehr leisen Betrieb. Der Hersteller setzt auf eine patentierte Schallschutztechnologie, die den Mahlvorgang akustisch dämpft. Über ein Sensor-Touchpanel können vier Getränke ausgewählt werden: schwarzer Kaffee, Espresso, Cappuccino und weitere. Die Funktion „My Coffee Choice“ ermöglicht die Anpassung von Kaffeestärke, Getränkemenge und Temperatur. Der Mahlgrad ist in zwölf Stufen einstellbar.

Das LatteGo-Milchsystem erzeugt automatisch Milchschaum. Der Kaffeevollautomat kann zudem über die HomeID-App genutzt werden, die Rezeptideen und Pflegehinweise bietet. Zur technischen Ausstattung gehören ein abnehmbarer Wassertank, ein Bohnenbehälter mit Aromaschutzdeckel und eine herausnehmbare Brühgruppe.

Preis-Leistungssieger: Tchibo Kaffeevollautomat Esperto mini

Der günstigste Kaffeevollautomat im Test, der Tchibo Kaffeevollautomat Esperto mini für rund 250 Euro, wurde zum Preis-Leistungssieger gekürt. Positiv hervorgehoben wurden die gute Espresso-Qualität, die einfache Bedienung und das pflegeleichte System. Abzüge gab es für die reduzierte Ausstattung: Das Gerät hat nur einen einzelnen Tassenauslauf und kein integriertes Milchsystem. Dafür bietet es ein automatisches Entkalkungsprogramm und eine herausnehmbare Brühgruppe.

Das Getränkeangebot umfasst Espresso, Caffè Crema und XL Caffè Crema, die über Sensortasten ausgewählt werden können. Der „Intense“-Button erhöht die Pulvermenge für ein kräftigeres Aroma.

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Worauf Käufer achten sollten

Bei Kaffeevollautomaten für unter 500 Euro sind wichtige Faktoren die Qualität des Mahlwerks, die Anzahl der Mahlgradeinstellungen, die Pumpenleistung, die Einstellbarkeit der Kaffeestärke, die Größe des Wassertanks und die Benutzerfreundlichkeit. Auch günstigere Modelle können guten Kaffee zubereiten, bieten aber meist weniger Funktionen. Für Kaffeeliebhaber, die unkomplizierten Kaffee genießen möchten, kann ein preisgünstiges Gerät jedoch völlig ausreichen.

Zur Pflege gehören regelmäßiges Entleeren des Kaffeesatzbehälters und der Tropfschale, Spülen der Brühgruppe und Entkalkung gemäß Anleitung. Eine gründliche Reinigung mindestens einmal pro Woche wird empfohlen. Bei der Wahl der Kaffeebohnen eignen sich mittlere bis dunkle Röstungen am besten; frische Bohnen sollten richtig gelagert werden, um das Aroma zu bewahren.

Viele Modelle unter 500 Euro verfügen über eine Milchaufschäumdüse oder einen separaten Milchaufschäumer, sodass sich auch Cappuccino und Latte Macchiato zubereiten lassen. Die Qualität des Milchaufschäumers ist bei günstigeren Geräten möglicherweise nicht so hoch wie bei teureren, reicht aber für den Alltag in der Regel aus.