Wohnhaus in Kreuzberg: Mieter protestieren gegen unhaltbare Zustände
Wohnhaus in Kreuzberg: Mieter protestieren gegen Zustände

Die Situation in einem Wohnhaus in der Wrangelstraße 70 in Berlin-Kreuzberg eskaliert. Mieter berichten von monatelangen Problemen: Im Winter fielen zeitweise Strom und Heizung aus, der Müll türmt sich im Innenhof, und das Treppenhaus sei seit über einem Jahr nicht gereinigt worden. Ein Mieter, der anonym bleiben möchte, sagt: „Es hat Dimensionen angenommen, da sind wir uns sicher: Der Vermieter möchte nicht, dass wir hier wohnen.“

Protest gegen die Zustände

Die Bewohner haben sich organisiert und protestieren öffentlich gegen die unhaltbaren Lebensbedingungen. Sie fordern den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg auf, endlich zu handeln. „Die Situation ist besorgniserregend“, erklärte ein Sprecher der Mieterinitiative. „Wir leben hier in ständiger Angst vor gesundheitlichen Schäden durch Schimmel und Kälte.“

Vermieter gibt Bezirk die Schuld

Der Vermieter des Hauses weist die Vorwürfe zurück und gibt dem Bezirk die Schuld für den Leerstand. Er behauptet, dass bürokratische Hürden und fehlende Genehmigungen notwendige Instandhaltungsarbeiten verhindert hätten. „Wir sind bereit zu investieren, aber der Bezirk blockiert“, so ein Vertreter der Vermietungsgesellschaft. Der Bezirk hingegen verweist auf wiederholte Verstöße des Vermieters gegen Auflagen.

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Gesundheitliche Risiken

Ein Mieter berichtet von gesundheitlichen Problemen: „Meine Tochter hat ständig Husten, und der Arzt sagt, es liegt an der Feuchtigkeit in der Wohnung.“ In mehreren Wohnungen soll sich Schimmel gebildet haben, der nicht beseitigt wird. Die Heizung fiel im Winter mehrfach für Tage aus, sodass die Bewohner mit Heizlüftern ausharren mussten. „Wir haben das Gefühl, dass uns niemand hilft“, klagt eine alleinerziehende Mutter.

Forderungen der Mieter

Die Mieter fordern vom Bezirk eine sofortige Begehung des Gebäudes, die Sicherstellung der Grundversorgung mit Strom und Heizung sowie eine Zwangsreinigung des Treppenhauses und des Innenhofs. Langfristig verlangen sie eine Übernahme des Hauses durch eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft. „Wir wollen nicht wegziehen, wir wollen hier menschenwürdig leben“, betont der anonyme Mieter.

Reaktion des Bezirks

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg erklärte auf Anfrage, dass man die Vorwürfe ernst nehme und bereits Gespräche mit dem Vermieter geführt habe. „Wir prüfen rechtliche Schritte, um die Mieter zu schützen“, so ein Sprecher. Allerdings seien die Möglichkeiten des Bezirks begrenzt, solange der Vermieter nicht kooperiere. Ein konkretes Datum für eine Lösung nannte der Bezirk nicht.

Blick in die Zukunft

Die Mieter der Wrangelstraße 70 sind entschlossen, weiterzukämpfen. Sie planen weitere Protestaktionen und wollen den Druck auf den Bezirk erhöhen. „Wir lassen uns nicht vertreiben“, sagt der anonyme Mieter. Die Situation bleibt angespannt, und eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

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