Warum Bananen im Smoothie die Nährstoffaufnahme senken
Bananen im Smoothie: Nährstoffaufnahme sinkt um 84%

Eine überraschende Studie der University of California-Davis belegt, dass Bananen in Smoothies die Aufnahme wertvoller Pflanzenstoffe deutlich verringern können. Insbesondere die Kombination mit flavanolreichen Zutaten wie Beeren ist problematisch.

Studie zeigt drastischen Rückgang der Flavanol-Aufnahme

Die Forscher untersuchten, wie sich Bananen auf den Flavanolgehalt in Beeren-Smoothies auswirken. Flavanole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die unter anderem in Beeren vorkommen und positive Effekte auf Herz, Stoffwechsel und Gehirn haben. Die Academy of Nutrition and Dietetics in den USA empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 400 bis 600 Milligramm.

Im Zentrum der Untersuchung stand das Enzym Polyphenoloxidase, das für die Bräunung reifer Bananen verantwortlich ist. Im Labor zeigte sich: Enthielt ein Beeren-Smoothie eine Banane, sank der Flavanolgehalt drastisch. Wurde das Enzym deaktiviert, blieb der Effekt aus.

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Klinischer Test bestätigt Laborergebnisse

In einer anschließenden Mini-Studie mit acht Probanden erhielten die Teilnehmer einen reinen Beeren-Smoothie, einen Bananen-Beeren-Smoothie und eine Flavanol-Kapsel. Das Ergebnis war eindeutig: Nach dem Bananen-Smoothie fiel die Flavanol-Konzentration im Blut um 84 Prozent. Javier Ottaviani, Hauptautor der Studie, zeigte sich überrascht: „Wir waren wirklich überrascht, wie schnell die Zugabe einer einzigen Banane den Flavanolgehalt im Smoothie und die vom Körper aufgenommene Flavanolmenge verringerte.“

Ernährungsexpertin rät zu Alternativen

Die Ernährungsexpertin Sophie Brünke rät aufgrund dieser Erkenntnisse davon ab, Bananen mit flavanolreichen Zutaten wie Beeren, Weintrauben oder Kakao zu kombinieren. Stattdessen empfiehlt sie, für eine cremige Konsistenz auf Avocado, Birne, Haferflocken oder Joghurt zurückzugreifen. Wer sowohl Bananen als auch Beeren genießen möchte, sollte mindestens eine Stunde zwischen dem Verzehr beider Lebensmittel warten.

Bananen sind grundsätzlich gesund: Sie liefern Vitamin C, Ballaststoffe, Kalium und Magnesium und sind besonders bei Sportlern beliebt. Die negative Wirkung auf die Flavanol-Aufnahme tritt laut Studie erst in Kombination mit bestimmten Zutaten auf.

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