Intervallfasten – nur innerhalb von acht Stunden essen – könnte das Gehirn schützen. Eine neue US-Studie deutet darauf hin, dass ein enges Essensfenster Denk- und Gedächtnisleistungen verbessert und das Demenzrisiko senkt. Ein führender deutscher Neurologe ordnet die Ergebnisse ein und erklärt, warum Übergewicht das Demenzrisiko so stark erhöht.
Die Studienergebnisse
Laut der Untersuchung zeigten Teilnehmer, die ihre Nahrungsaufnahme auf acht Stunden pro Tag beschränkten, signifikant bessere Ergebnisse in kognitiven Tests. Besonders Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit profitierten von der zeitlich begrenzten Ernährung. Die Forscher sehen darin einen vielversprechenden Ansatz zur Prävention von Demenzerkrankungen.
Expertenmeinung
Der Neurologe betont, dass die Ergebnisse vielversprechend seien, aber weitere Forschung nötig ist. Er erklärte, Intervallfasten könne einen positiven Effekt auf die Gehirnfunktion haben, indem es entzündungshemmend wirkt und den Stoffwechsel verbessert. Zudem wies er darauf hin, dass Übergewicht ein massiver Risikofaktor für Demenz sei – unter anderem durch chronische Entzündungen und eine verminderte Durchblutung des Gehirns.
Warum Übergewicht das Demenzrisiko erhöht
Übergewicht führt häufig zu Bluthochdruck, Diabetes und Entzündungsprozessen, die Nervenzellen schädigen. Intervallfasten kann nicht nur beim Abnehmen helfen, sondern auch direkt diese Risikofaktoren reduzieren. Die US-Studie liefert erste Hinweise, dass die zeitlich begrenzte Ernährung das Gehirn unabhängig vom Gewichtsverlust schützen könnte.
Der Neurologe empfiehlt, Intervallfasten als Teil eines gesunden Lebensstils zu betrachten. Weitere Langzeitstudien seien notwendig, um die genauen Mechanismen zu klären und die optimale Dauer des Fastenfensters zu bestimmen.



