Ein mit Listerien verseuchter Käse-Snack hat das Leben des vierjährigen Mattia aus den Dolomiten zerstört. Der Junge fiel in ein neunjähriges Koma und starb nun im Alter von nur 13 Jahren an den Folgen der Infektion. Seine letzten Worte an seine Eltern waren: „Ich sehe Monster!“ – ein Albtraum, der die Familie bis zum Schluss begleitete.
Ein gewöhnlicher Snack mit fatalen Folgen
Mattia aß 2017 einen Käse-Snack aus Rohmilch, der mit Listerien kontaminiert war. Kurz darauf erkrankte er schwer, fiel ins Koma und wurde neun Jahre lang intensivmedizinisch behandelt. Täglich erhielt er 47 Medikamente, um seinen Zustand zu stabilisieren. Trotz aller Bemühungen der Ärzte konnte sein Körper die Infektion nie vollständig überwinden.
Sein Vater, der bis zuletzt an seiner Seite war, beschreibt die Zeit zwischen Hoffen und Bangen als unerträglich. „Wir haben jeden Tag um sein Leben gekämpft, aber sein Körper war zu geschwächt“, sagte er in einem Interview. Der tragische Fall hat in Italien eine Debatte über die Sicherheit von Rohmilchprodukten ausgelöst.
Vater wird zum Aktivisten
Nach dem Tod seines Sohnes will Mattias Vater nun erreichen, dass solche Vorfälle sich nicht wiederholen. Er fordert strengere Kontrollen bei der Herstellung von Rohmilchkäse und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln. „Kein Kind sollte wegen eines Snacks sterben müssen“, so sein Appell an die Politik.
Bereits während Mattias Krankheit setzte sich der Vater für eine Reform der Lebensmittelgesetze ein. Seine Initiative stieß auf breite Unterstützung, auch von Verbraucherschutzorganisationen. In Italien wird der Fall nun als Mahnmal für die Risiken unzureichend geprüfter Lebensmittel diskutiert.
Ein Schicksal, das bewegt
Mattias Geschichte hat viele Menschen berührt. In den Dolomiten, wo die Familie lebt, wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um die hohen Behandlungskosten zu decken. Die Eltern danken allen, die sie in dieser schweren Zeit unterstützt haben.
Der Junge hinterlässt eine Lücke, die nie gefüllt werden kann. Seine Familie hofft, dass sein Tod nicht umsonst war und die Politik nun handelt. „Wir wollen, dass Mattias Vermächtnis ein sichereres Lebensmittelsystem ist“, sagt sein Vater.



