Die Grillsaison läuft auf Hochtouren, doch ohne die richtige Hygiene kann das Barbecue schnell zu einer Lebensmittelvergiftung führen. Hitze schafft ideale Bedingungen für gefährliche Keime. Mit einfachen Tricks lässt sich das vermeiden. Ernährungsexpertin Julia Freiberger hat sechs Regeln zusammengestellt, die ein sicheres Grillen ermöglichen.
Grill sauber halten und Fleisch richtig vorbereiten
Tipp 1: Den Grillrost vor jedem Einsatz gründlich reinigen. Rückstände von Fett und verbranntem Fleisch bieten Keimen eine ideale Brutstätte. Verwenden Sie am besten eine Grillbürste aus Edelstahl oder Messing. Wer mit Holzkohle grillt, sollte zudem warten, bis die Kohlen vollständig durchgeglüht und von einer grauen Ascheschicht bedeckt sind – dann herrscht die optimale Grilltemperatur.
Tipp 2: Hände, Messer, Schneidebretter und Grillzangen sauber halten. Wechseln Sie Schneidebretter und Messer zwischen rohem Fleisch und verzehrfertigen Lebensmitteln. Fleisch und Geflügel sollten Sie niemals abwaschen, da sich Keime durch Wasserspritzer in der Küche verteilen können. Für rohes Fleisch und verzehrfertige Lebensmittel sollten immer getrennte Utensilien verwendet werden.
Tipp 3: Tiefgekühltes Fleisch möglichst über Nacht im Kühlschrank auftauen. Alternativ kann die Mikrowelle verwendet werden, dann sollte das Fleisch jedoch innerhalb von 24 Stunden zubereitet werden. Kontrollieren Sie vor dem Grillen zwingend das Verbrauchsdatum – abgelaufene Lebensmittel können krank machen.
Auch nach dem Grillen lauern Risiken
Tipp 4: Rohes und gegartes Grillgut konsequent voneinander trennen. Nutzen Sie separate Teller für rohe und gegarte Ware. Marinaden vom rohen Fleisch dürfen später nicht als Sauce verwendet werden. Fleisch immer ausreichend garen: Hähnchen, Schweinefleisch und Hackfleischprodukte wie Burger, Bratwürste und Kebabs müssen komplett durchgegart sein. Rindersteaks dürfen innen rosa bleiben, sofern sie außen scharf angebraten wurden.
Tipp 5: Beim Servieren und bei Resten auf Hygiene achten. An heißen Tagen sollten Speisen nicht länger als ein bis zwei Stunden ungekühlt stehen. Reste innerhalb von 48 Stunden verzehren und im Kühlschrank aufbewahren.
Tipp 6: Bei Kindern, Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen besonders sorgfältig arbeiten. Diese Personengruppen sind anfälliger für Lebensmittelvergiftungen. Fragen Sie Gäste vor dem Grillabend nach Allergien und Unverträglichkeiten und bereiten Sie allergenhaltige Speisen getrennt von allergenfreien zu.



