Zins-Update: TF Bank erhöht Tagesgeld-Zinsen – alle Top-Angebote
TF Bank erhöht Tagesgeldzinsen – alle Top-Angebote

Der Spar-Ticker der Funke Mediengruppe bündelt aktuelle Zinsänderungen bei Banken wie VW Bank, ING, Sparda-Bank und TF Bank. Die neueste Meldung: Die schwedische Direktbank TF Bank hat ihre Tagesgeld-Konditionen für Neukunden angehoben. Seit dem 3. August 2026 gibt es für die ersten vier Monate 3,25 Prozent Zinsen pro Jahr. Danach greift der variable Basiszins von 1,45 Prozent. Eine Obergrenze für den Aktionszins existiert nicht, die Zinszahlung erfolgt monatlich. Nach der ING und der Bank of Scotland ist die TF Bank damit das dritte Institut innerhalb weniger Tage, das nachbessert – obwohl die EZB ihren Einlagenzins zuletzt bei 2,25 Prozent beließ.

TF Bank: Alle Konditionen im Überblick

  • Neukundenzins: 3,25 Prozent p. a. für vier Monate
  • Basiszinssatz: 1,45 Prozent p. a.
  • Maximalbetrag für den Aktionszins: unbegrenzt
  • Zinsauszahlung: monatlich
  • Einlagensicherung: 1.150.000 SEK pro Kunde (Schweden)

Für die Einlagensicherung gilt: Abgedeckt sind bis zu 1.150.000 SEK pro Kunde, aktuell rund 104.500 Euro. Weil die Deckung in schwedischen Kronen berechnet wird, kann sie bei Wechselkursschwankungen steigen oder fallen. Zudem zahlt die TF Bank die Erträge brutto aus. Das bedeutet: Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer werden nicht automatisch abgeführt. Sparer müssen diese über die Anlage KAP in der Steuererklärung angeben.

Vergleich: Wo es noch höhere Zinsen gibt

Im Tagesgeld-Vergleich liegen mehrere Anbieter vor der TF Bank. Die aktuellen Top-Konditionen:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  • Chase: 4,0 Prozent p. a. für vier Monate
  • Advanzia Bank: 3,97 Prozent p. a. für drei Monate
  • Ikano Bank: 3,91 Prozent p. a. für drei Monate
  • ING: 3,75 Prozent p. a. für vier Monate, nur mit Girokonto
  • BBVA und Suresse Direkt Bank: 3,5 Prozent p. a. für sechs Monate

Beim Festgeld führt die J&T Direktbank mit bis zu 3,5 Prozent pro Jahr das Ranking an. Für ein Jahr liegen Bank of Scotland und VW Bank mit 3,0 Prozent gleichauf, die Sparda-Bank Nürnberg bietet mit 3,25 Prozent noch etwas mehr.

30. Juli: ING und Bank of Scotland erhöhen Tagesgeld

Die ING bezahlt Neukunden nun 3,75 Prozent Zinsen für vier Monate, sofern sie auch ein Girokonto eröffnen. Das Girokonto ist für Kunden unter 28 Jahren oder ab einem monatlichen Geldeingang von 1000 Euro kostenlos, sonst fallen 4,90 Euro pro Monat an. Ohne Girokonto erhalten Tagesgeld-Neukunden weiterhin 3,2 Prozent.

Die Bank of Scotland bietet beim Tagesgeld 3,0 Prozent für bis zu zwölf Monate. Diese Zinsgarantie gilt, solange der Einlagenzins der EZB mindestens 1,25 Prozent beträgt – aktuell sind es 2,25 Prozent. Da die Bank of Scotland eine Marke der Lloyds Bank mit Sitz in Berlin ist, greift die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro.

Ende Juli steigen die Festgeldzinsen

Die Sparda-Bank Nürnberg vergibt neuen Kunden 3,25 Prozent für ein Jahr Festgeld. Bestandskunden profitieren ebenfalls, wenn sie neues Geld von einer anderen Bank einzahlen. Mindestanlage sind 10.000 Euro, abgesichert über die BVR-Institutssicherung. Wichtig: Der Vertrag verlängert sich automatisch, wenn er nicht vor Ablauf gekündigt wird.

Bereits am 20. Juli hatte die Bank of Scotland ihre Festgeldzinsen angehoben: Für drei Monate gibt es jetzt 2,6 Prozent, für sechs Monate 2,7 Prozent, für neun Monate 2,8 Prozent und für zwölf Monate 3,0 Prozent. Die kurzen Laufzeiten sind weniger attraktiv, weil Tagesgeld dort mehr Zinsen und mehr Flexibilität bietet.

Die Kommunalkredit Invest hat die Festgeldzinsen für Laufzeiten ab zwölf Monaten erhöht. Bei Anlagen über 10.000 Euro gibt es für zwölf und 18 Monate 3,0 Prozent, für zwei bis zehn Jahre 3,1 Prozent. Liegt die Anlage darunter, sind es 2,4 beziehungsweise 2,5 Prozent. Geschützt sind Einlagen über die österreichische Einlagensicherung bis 100.000 Euro.

Die Gefa Bank hob sowohl die Zinsen fürs klassische Festgeld als auch für den Auszahlplan an. Ab 10.000 Euro gelten beim klassischen Festgeld: 2,11 Prozent für sechs Monate, 2,35 Prozent für ein Jahr, 2,70 Prozent für zwei Jahre, 3,00 Prozent für drei Jahre, 3,10 Prozent für vier Jahre und 3,30 Prozent für fünf Jahre. Beim Auszahlplan werden bis zu 3,30 Prozent für zehn Jahre geboten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Weitere Tagesgeld-Erhöhungen im Juli

Die Suresse Direkt Bank, Tochter der spanischen Santander, erhöhte ihren Neukundenzins von 3,27 Prozent auf 3,5 Prozent – und verlängerte die Zinsgarantie von vier auf sechs Monate. Der Basiszins liegt bei 2,05 Prozent, der Höchstbetrag für den Aktionszins bei 250.000 Euro. Die spanische Einlagensicherung schützt bis 100.000 Euro.

Die Hamburg Direct Bank bezahlt Neukunden jetzt 3,41 Prozent für drei Monate, zuvor waren es 3,21 Prozent. Danach fällt der Zins auf 1,5 Prozent. Der maximale Anlagebetrag beträgt 150.000 Euro, die Zinsen werden quartalsweise gutgeschrieben.

Bei der Postbank läuft eine Aktion mit 3,2 Prozent für sechs Monate noch bis zum 3. August 2026. Neues Geld muss bis 10. August eingezahlt werden; die Verzinsung gilt vom 15. August 2026 bis 14. Februar 2027. Mindest- und Höchstbetrag liegen bei 2500 beziehungsweise 250.000 Euro. Auch Bestandskunden dürfen mit neuem Geld teilnehmen.

Das Tagesgeld der Sparda-Bank West bietet 3,2 Prozent bis zum 15. Februar 2027 – eine ungewöhnlich lange Zinsgarantie. Bestandskunden müssen dafür neues Geld von anderen Banken einzahlen. Die höchsten Tagesgeldzinsen im Vergleich bieten aktuell die Bigbank mit 4,05 Prozent für vier Monate sowie Norisbank, Crédit Agricole und Chase mit jeweils 4,0 Prozent. Bei Norisbank und Crédit Agricole ist ein kostenloses Girokonto Pflicht, bei der Crédit Agricole ist die Einlage auf 10.000 Euro begrenzt. Chase stellt keine Bedingungen.

Fazit: Worauf Sparer achten sollten

Die Zinsdifferenzen zwischen Tages- und Festgeld sind derzeit spürbar. Wer flexibel bleiben möchte, ist mit Tagesgeld gut beraten; wer eine längere Zinsgarantie bevorzugt, kann mit Festgeld oft etwas mehr herausholen. Entscheidend ist nicht nur der Werbezins, sondern auch der Basiszinssatz nach Ablauf der Aktion. Zudem variiert die Einlagensicherung je nach Land – Anleger sollten auf die Absicherungssumme und bei ausländischen Banken auf den Wechselkurs achten. Ein regelmäßiger Vergleich lohnt sich, weil die Banken ihre Konditionen derzeit häufiger anpassen.