Bad Wörishofen offiziell zur Rosenstadt ernannt
Bad Wörishofen ist jetzt offizielle Rosenstadt

Bad Wörishofen ist offiziell eine Rosenstadt. Die Stadt im Unterallgäu wurde von der Jury des internationalen Netzwerks „Europäische Rosenstädte“ in den Kreis der Rosenstädte aufgenommen. Damit reiht sich die Kneipp-Stadt in eine Liste von über 30 Städten in Europa ein.

Eine Auszeichnung mit Geschichte

Die Ernennung zur Rosenstadt verpflichtet die Kommune, den Rosengarten zu pflegen, neue Sorten anzupflanzen und die Rosenkultur öffentlich zugänglich zu machen. Bad Wörishofen erfüllt diese Kriterien bereits seit Jahrzehnten: Im Kurpark liegt das 1972 angelegte Rosarium, das auf einer Fläche von 1,5 Hektar rund 12.000 Rosenstöcke aus etwa 300 Sorten zeigt.

Besonders beeindruckte die Jury die gelungene Verbindung von Rosengarten und Kneipp-Tradition. Das Rosarium ist eingebettet in die weitläufigen Parkanlagen, die der Wassergesundheitslehre von Sebastian Kneipp gewidmet sind. Viele der Rosenbeete dienen zugleich als Ruheplätze für Kurgäste.

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Ein Gewinn für den Tourismus

Für den Tourismus in der Region ist die Auszeichnung ein bedeutender Impuls. Bad Wörishofen zählt bereits zu den bekanntesten Kurorten Bayerns. Mit dem Titel „Rosenstadt“ erhofft sich die Stadt zusätzliche Aufmerksamkeit über das Allgäu hinaus. Die Blütezeit von Juni bis Juli dürfte künftig noch mehr Tagestouristen anziehen, die das Rosarium besichtigen möchten.

Das Rosarium bildet das Herzstück einer neuen Themenroute unter dem Motto „Rosen im Allgäu“. Auch die umliegenden Gemeinden sollen von der Auszeichnung profitieren, indem sie eigene Rosengärten anlegen oder an bestehende Wege anknüpfen.

Was macht eine Rosenstadt aus?

Das Netzwerk „Europäische Rosenstädte“ besteht seit 1999 und umfasst mittlerweile 33 Städte in zehn Ländern. Aufgenommen wird, wer sich in besonderem Maße um die Rosengärtnerei verdient macht. Die Kriterien sind ein öffentlich zugänglicher Rosengarten, eine dauerhafte Pflege und Programme zur Vermittlung von Rosenwissen.

Bad Wörishofen erfüllt alle Voraussetzungen. Neben dem Rosarium gibt es im Stadtgebiet weitere Rosenanlagen, etwa am Kneipp-Museum und am Kurhaus. Auch örtliche Gärtnereien tragen mit eigenen Rosenzüchtungen zur Vielfalt bei.

Blick in die Zukunft

Die Stadt will den Titel nutzen, um das Rosarium weiterzuentwickeln. Geplant sind eine Erweiterung des Duftgartens sowie ein neues Beschilderungssystem. Auch die „Bad Wörishofer Rosenwochen“ sollen ausgeweitet werden.

Die offizielle Verleihung des Titels findet im Rahmen eines Festakts im Rosarium statt, zu dem Vertreter aus Politik und Tourismus erwartet werden. Die Blütenpracht wird dann die Kulisse für die Feierlichkeiten bilden.

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