Krallen schneiden beim Hund: Warum regelmäßiges Kürzen so wichtig ist
Krallen schneiden beim Hund: Warum regelmäßiges Kürzen wichtig ist

Das regelmäßige Kürzen der Krallen ist für viele Hundehalter eine Herausforderung. Dabei sind zu lange Krallen nicht nur unangenehm, sondern können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Sie verändern die Belastung der Pfoten, beeinflussen die Gangart und belasten Gelenke sowie Sehnen zusätzlich. Laut PETBOOK nutzen sich Krallen auf natürlichen, harten Untergründen wie Asphalt oder Kies ab, doch viele Familienhunde laufen überwiegend auf Teppich, Parkett oder weichen Waldwegen – dadurch wachsen die Krallen oft ungehindert nach.

Warum das Kürzen so wichtig ist

Die Folgen von zu langen Krallen sind vielfältig: Fehlbelastungen der Pfoten, überdehnte Zehen, eingewachsene Wolfskrallen und ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Eine einfache Faustregel hilft: Berühren die Krallen im Stand den Boden oder sind sie beim Laufen deutlich zu hören, sollten sie gekürzt werden. Besonders betroffen sind ältere Hunde, kleine Rassen, Hunde mit Fehlstellungen sowie Tiere, die viel auf Teppichen laufen. Auch gebogene oder seitlich wachsende Krallen benötigen regelmäßige Kontrolle.

Vorsicht vor dem „Leben“

Beim Kürzen ist der durchblutete Bereich in der Kralle, das sogenannte „Leben“, entscheidend. Wird dieses verletzt, kommt es zu Blutungen und Schmerzen. Bei hellen Krallen ist das Leben meist gut zu erkennen; bei dunklen Krallen sollte man sich nur schrittweise vorarbeiten. Tierarzt Dr. Hölter empfiehlt Schleifer besonders für empfindliche oder brüchige Krallen, da sie mehr Kontrolle bieten. Aber auch Krallenzangen und -scheren sind geeignet.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die richtige Schneidetechnik

Um die Prozedur für den Hund angenehmer zu gestalten, sollten Sie eine ruhige Atmosphäre schaffen. Eine sanfte Stimme und Leckerli wirken Wunder. Halten Sie die Pfote unter dem Pfotenballen fest und schneiden Sie immer von unten nach oben, leicht schräg zur Wuchsrichtung. Das verhindert Splittern und fühlt sich für den Hund angenehmer an. Lieber weniger, dafür öfter schneiden – das minimiert das Risiko einer Verletzung. Beim Einsatz eines Schleifers sollten Sie maximal 1 bis 2 Sekunden an einer Stelle schleifen, sonst entsteht unangenehme Hitze. Vergessen Sie nicht die Wolfskralle: Sie sitzt seitlich höher, nutzt sich kaum ab und wächst besonders leicht zu lang.

Wann der Tierarzt übernehmen sollte

Zeigt ein Hund Angst vor dem Krallenschneiden oder hat bereits schlechte Erfahrungen gemacht, ist professionelle Hilfe oft die bessere Wahl. Laut Dr. Hölter belastet das die Beziehung zwischen Hund und Halter weniger. Regelmäßige Pflege und die richtige Technik helfen jedoch, Komplikationen zu vermeiden und den Hund gesund zu halten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration