Elbphilharmonie-Plaza: Eintritt ab Oktober kostet 3 bis 5 Euro
Elbphilharmonie-Plaza bald kostenpflichtig

Kostenpflicht für Hamburgs größten Balkon

Die Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, die sogenannte Plaza, soll ab dem 5. Oktober 2026 Eintritt kosten. Das hat ein Sprecher der Kulturbehörde der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Der reguläre Preis liegt bei fünf Euro, ermäßigt bei drei Euro. Der Schritt sei unvermeidlich, um die Betriebskosten zu decken.

Bislang war der Besuch der Plaza in 37 Metern Höhe kostenlos, obwohl bereits seit der Eröffnung 2016 ein Eintritt geplant war. Besucher mussten lediglich ein kostenloses Ticket lösen. Der neue Eintrittspreis ist Teil des Haushaltsentwurfs des Hamburger Senats. Nach Beratungen in den Ausschüssen soll die Hamburgische Bürgerschaft den Entwurf voraussichtlich im Dezember 2026 endgültig verabschieden.

Mehr als zwei Millionen Besucher jährlich

Die Plaza zählt zu den meistbesuchten Wahrzeichen der Hansestadt. Im Jahr 2025 kamen über 2,2 Millionen Menschen, um den kostenlosen Blick über Hafen und Stadt zu genießen. Täglich sind es bis zu 17.000 Besucher. Die Aussichtsplattform liegt zwischen der Ziegel- und der Glasfassade des Konzerthauses mit seinem wellenförmigen Dach.

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Der damalige Bürgermeister und spätere Bundeskanzler Olaf Scholz hatte bei der Eröffnung versprochen: „Jede Hamburgerin und jeder Hamburger kann ab heute hier herkommen und sagen: Das ist unser Balkon, der größte der Stadt.“ Er betonte: „Die Plaza ist ein öffentlicher Ort, frei zugänglich für jedermann und jede Frau.“

Kostenexplosion beim Bau der Elbphilharmonie

Der Bau der Elbphilharmonie war von massiven Kostensteigerungen und Verzögerungen geprägt. Ursprünglich sollte das Konzerthaus 2010 fertig sein, die Einweihung erfolgte erst 2017. Die Kosten stiegen von geplanten 77 Millionen Euro über 241 Millionen bei Vertragsvergabe auf rund 789 Millionen Euro. Heute ist die Elbphilharmonie das Wahrzeichen Hamburgs.

Auch andere Sehenswürdigkeiten erheben inzwischen Eintritt. Der Kölner Dom verlangt seit Juli 2026 von Touristen zwölf Euro für den Besuch des Innenraums, Gottesdienste bleiben kostenfrei.

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