Wohnquartier ersetzt Schlosspark-Klinik: 640 Wohnungen geplant
Wohnquartier ersetzt Schlosspark-Klinik: 640 Wohnungen

Der Klinikbetrieb auf dem Areal der Schlosspark-Klinik am Heubnerweg in Berlin-Charlottenburg wurde Anfang 2026 eingestellt. Die Räumung der Gebäude soll bis auf einen Teilbereich Ende Juni 2026 abgeschlossen sein. Damit ist der Weg frei für ein neues Wohnquartier. Projektentwickler Instone Real Estate hat ein rund 25.000 Quadratmeter großes Grundstück erworben und plant dort den Bau von 640 Wohnungen.

Kombination aus Eigentums-, Miet- und geförderten Wohnungen

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, ist eine Kombination aus Eigentumswohnungen, frei finanzierten Mietwohnungen und gefördertem Wohnungsbau vorgesehen. Zwei Bestandsgebäude sollen zudem denkmalgerecht saniert und zu Wohnraum umgebaut werden. Der Baustart ist ab 2028 geplant, die Fertigstellung des Quartiers für 2033.

Großer Anteil an Eigentumswohnungen geplant

Realisiert wird das Projekt gemeinsam mit der Konzerntochter Nyoo. Instone entwickelt rund 370 Eigentumswohnungen im Neubau sowie 24 weitere Einheiten im Rahmen der denkmalgerechten Sanierung für Eigennutzer und Kapitalanleger. Nyoo verantwortet den Mietwohnungsanteil: rund 190 frei finanzierte sowie etwa 50 geförderte Wohnungen.

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„Es bietet sich hier die seltene Chance, auf Basis des bestehenden Planungsrechts ein Quartier mit mehreren Hundert Wohnungen zu realisieren – in einem schönen und gewachsenen Umfeld direkt am Schlosspark Charlottenburg“, sagt Saidah Bojens, Niederlassungsleiterin Berlin und Sachsen der Instone Real Estate Development GmbH.

Architektur und städtebauliches Konzept

Geplant ist eine mehrgeschossige Architektur. Eine konkrete Gestaltung der Neubauten gebe es aber bisher nicht, so eine Instone-Sprecherin. Klar sei jedoch bereits die Gebäudestruktur. Während zur westlichen Seite hin geschlossene Gebäuderiegel entstehen sollen, öffnet sich das Quartier in Richtung Schlosspark mit mehreren aufgelockert angeordneten Punkthäusern. Grundlage bildet ein mit dem Bezirk abgestimmtes städtebauliches Konzept, einschließlich Anteilen geförderten Wohnraums und Beiträgen zur sozialen Infrastruktur.

Keine Unterversorgung: Berliner Notaufnahmen bieten weiterhin Kapazität

Lediglich zwei Gebäude sind noch bis Mai 2028 an den Klinikbetreiber Alexianer St. Gertrauden GmbH vermietet und werden anschließend geräumt übergeben. Laut Senatsverwaltung wurden in der Zentralen Notaufnahme der Schlosspark-Klinik in den vergangenen zehn Jahren jährlich zwischen rund 16.000 und 19.000 Patientinnen und Patienten behandelt. Eine Unterversorgung bestehe jedoch nicht. Patienten können sich jederzeit in einer der 36 Berliner Zentralen Notaufnahmen vorstellen, so zum Beispiel auch in der nur rund 650 Meter entfernten Notaufnahme der DRK Kliniken Berlin Westend.

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