Ex-Botschafter von Fritsch: Putin hat alles bekommen, was er will
Ex-Botschafter von Fritsch: Putin hat alles bekommen, was er will

Der frühere deutsche Botschafter in Russland, Rüdiger von Fritsch, hat ein vernichtendes Fazit des Gipfels in Alaska gezogen. Er sei schlecht vorbereitet gewesen. Putin sei es gelungen, Trump auf seine Seite zu ziehen.

In einem Interview mit der ARD sagte von Fritsch, man könne nicht völlig überrascht sein angesichts von Trumps bisherigem Verhalten. Die natürliche Erwartung, dass der Führer der freien Welt dem Opfer der Aggression beisteht, sei nicht erfüllt worden. Ein Waffenstillstand ohne Vorbedingungen sei nicht erreicht worden.

Vielmehr habe Putin einen fantastischen Coup erzielt, indem er Trump auf seine Seite gezogen habe. Trump mache sich zum Agenten Putins, indem er zusage, mit Selenskyj zu reden. Dies sei der psychologisch-diplomatische Erfolg Putins.

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Für die Ukraine und die europäische Sicherheit sei dies eine extrem schlechte Ausgangssituation. Von Fritsch bezweifelt, ob Trump im Interesse Putins Druck ausüben werde oder sich aus der Sache zurückziehen wolle.

Putin sei keinen Millimeter von seinen Maximalforderungen abgewichen. Er habe gesagt, Trump und er hätten sich geeinigt, und hoffe, dass Ukrainer und Europäer dies nicht torpedieren. Dies illustriere, dass Trump Putins Position übernommen habe.

Der Gipfel sei schlecht vorbereitet gewesen, da Trumps Sondergesandter Witkoff, ein ehemaliger Immobilienmakler, von der russischen Seite komplett eingewickelt worden sei. Trump habe in Interviews wieder Wirtschaftsinteressen betont, statt den Krieg zu lösen.

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