AfD-Politiker soll Frau auf Volksfest ins Gesicht geschlagen haben
AfD-Politiker soll Frau ins Gesicht geschlagen haben

Vorfall am AfD-Wahlkampfstand in Rummelsburg

Einem Berliner AfD-Politiker wird Körperverletzung vorgeworfen. Beim Wasserfest an der Rummelsburger Bucht am vergangenen Sonnabend, 4. Juli, soll Hartmut Naß, Schatzmeister des AfD-Bezirksverbands Lichtenberg, einer Frau ins Gesicht geschlagen haben. Das berichtet ein Augenzeuge der Berliner Morgenpost. Die Polizei hat eine Anzeige aufgenommen und ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung.

Was genau passiert ist

Der Vorfall ereignete sich am südlichen Ende der Zillepromenade, wo verschiedene Parteien ihre Stände aufgebaut hatten – auch die AfD. Zwei Frauen, die mit einem Hund unterwegs waren, näherten sich dem AfD-Stand. Eine der Frauen soll „mehrere Gegenstände von geringem Wert“ vom Stand genommen und in einen Hundekot-Beutel gesteckt haben, wohl in der Absicht, diese zu entwenden. Daraufhin soll Naß der Frau „unvermittelt“ mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben.

Ermittlungen der Polizei

Die Berliner Polizei bestätigte der Morgenpost, dass eine Anzeige wegen Körperverletzung vorliegt. Der Tatverdächtige sei „am Infostand einer Partei tätig“ gewesen. Die Frau sei daran gehindert worden, Dinge zu entwenden. Gegen sie werde nicht ermittelt. Hartmut Naß ließ eine Anfrage der Berliner Morgenpost bislang unbeantwortet. Er ist Schatzmeister im Bezirksvorstand der AfD-Lichtenberg und Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „Gemeinschaft für sozialtherapeutische und sozialpädagogische Hilfen Berlin/Brandenburg e. V.“

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Proteste gegen AfD-Stand

Das Wasserfest Rummelsburger Bucht der „Hauptstadt Kultur“ fand vom 3. bis 5. Juli statt. Der AfD-Stand war am Sonnabend Ziel von Protesten. Unter dem Motto „AfD am Wasserfest? Nicht mit uns“ hatte eine Initiative zur Demonstration aufgerufen. Etwa 20 bis 30 Personen versammelten sich vor dem AfD-Stand, begleitet von der Polizei. Ein Floß mit einem Transparent „AfD versenken“ fuhr auf dem Rummelsburger See. Die AfD kommentierte dies in einem Facebook-Posting als „linken Schwachsinn“ und fühlte sich „von so viel Aufmerksamkeit geehrt“.

AfD fordert Resolution für Gewaltfreiheit

Die AfD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Lichtenberg plant, auf der nächsten Sitzung am Donnerstag eine Resolution mit dem Titel „Für einen fairen und gewaltfreien Wahlkampf in Lichtenberg“ einzubringen. Der Bezirksverordnete David Eckert teilte per Pressemitteilung mit: „Gewalt, Einschüchterungen, Bedrohungen sowie Sachbeschädigungen gegen politische Mitbewerber, deren Wahlkämpfer, Parteibüros, Wahlplakate und sonstige Wahlkampfmittel werden unabhängig von der politischen Ausrichtung der Betroffenen abgelehnt und verurteilt.“

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