Blutiger Angriff unter dem Deckmantel des Feueralarms
Am Mittag des 8. Juli 2026 löste ein Feueralarm am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau eine Evakuierung aus. Was zunächst wie eine routinemäßige Übung wirkte, entpuppte sich als tragischer Vorfall: Ein 16-jähriger Schüler nutzte das Chaos, um mit einem Messer auf zwei Mitschülerinnen einzustechen. Beide Mädchen erlitten schwere Verletzungen und wurden umgehend in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Polizei bestätigte, dass die Tatverdächtige festgenommen wurde. Die Ermittlungen zur genauen Tatwaffe und zum Tathergang laufen auf Hochtouren.
Die Stadt unter Schock
Schongau, eine beschauliche Stadt mit rund 12.000 Einwohnern, steht unter Schock. Die Straßen rund um das Gymnasium waren weiträumig abgesperrt, Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot vor Ort. „Die Schüler und Lehrer sind tief betroffen. Wir bieten sofort psychologische Betreuung an“, erklärte der Schulleiter in einer ersten Stellungnahme. Die Stadtverwaltung richtete einen Krisenstab ein, um die Angehörigen zu unterstützen.
Ermittlungen zum Motiv laufen
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sagte: „Wir gehen von einer vorsätzlichen Tat aus. Die Hintergründe sind noch völlig unklar.“ Der 16-jährige Tatverdächtige wird noch heute dem Haftrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob ein politisches oder persönliches Motiv vorliegt. Nachbarn und Mitschüler beschreiben den Jugendlichen als unauffällig, was die Verwirrung über die Tat noch verstärkt.
Reaktionen aus Politik und Gesellschaft
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zeigte sich bestürzt: „Diese brutale Gewalttat erschüttert uns alle. Unser Mitgefühl gilt den verletzten Schülerinnen und ihren Familien.“ Auch der Landrat des Landkreises Weilheim-Schongau sprach von einem „schwarzen Tag für die Region“. In den sozialen Medien entzündete sich eine Debatte über Sicherheit an Schulen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte verstärkte Präventionsmaßnahmen und mehr Schulsozialarbeit.
Unterricht nach der Tat
Der Schulbetrieb am Welfen-Gymnasium wurde zunächst ausgesetzt. Die Schulleitung kündigte an, am Montag den Unterricht in abgespeckter Form wieder aufzunehmen, begleitet von einem Team aus Schulpsychologen. „Wir wollen den Schülern Raum geben, das Erlebte zu verarbeiten“, so der Schulleiter. Die Stadt Schongau rief zu einer Schweigeminute auf. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Messerangriffen an deutschen Schulen in den letzten Jahren, was die Diskussion um schärfere Waffengesetze neu entfacht.
Fakten und Zahlen
Nach Angaben der Polizei wurden zwei 15-jährige Schülerinnen mit Stichverletzungen in Kliniken eingeliefert. Eine von ihnen schwebt in Lebensgefahr. Der Täter konnte noch auf dem Schulgelände überwältigt werden. Die Ermittler sicherten das Tatmesser als Beweismittel. Die genaue Anzahl der Stiche ist noch Gegenstand der Untersuchung. Der Vorfall ereignete sich gegen 12:15 Uhr, als der Feueralarm aus unbekannter Ursache ausgelöst wurde.



