Warnung vor russischen Desinformationskampagnen vor der Berlin-Wahl
Vor der Abgeordnetenhauswahl 2026 in Berlin mehren sich die Warnungen vor russischen Desinformationskampagnen. Die Desinformations-Expertin Karolin Schwarz warnt eindringlich vor den Zielen Putins und der Rolle der deutschen Rechten. „Die AfD ist ein Verbündeter Putins“, so Schwarz. Die Kampagnen zielten darauf ab, die Wahrnehmung von Opfer und Aggressor im Ukraine-Krieg zu verdrehen.
Putins Taktik: Verwirrung und Spaltung
Schwarz erläutert, dass Russland systematisch Desinformation streue, um die deutsche Gesellschaft zu spalten und das Vertrauen in demokratische Institutionen zu untergraben. Besonders vor Wahlen würden solche Kampagnen intensiviert. „Es geht darum, die AfD als vermeintlichen Friedensbringer darzustellen, während sie tatsächlich Putins Narrative unterstützt“, so die Expertin.
Konkrete Beispiele und Auswirkungen
Bereits jetzt seien gefälschte Social-Media-Posts und manipulierte Videos im Umlauf, die eine angebliche Nähe der Ampelkoalition zu Kriegstreiberei suggerieren. Laut einer Studie des Bundesamts für Verfassungsschutz habe die Reichweite pro-russischer Inhalte in Berlin in den letzten Monaten um 40 Prozent zugenommen. „Die Gefahr ist, dass Wählerinnen und Wähler getäuscht werden und die AfD dadurch Stimmen gewinnt“, warnt Schwarz.
Rolle der deutschen Rechten
Die AfD selbst weist die Vorwürfe zurück. Parteisprecher Christian Lüthmann erklärte: „Wir lassen uns nicht von außen steuern.“ Dennoch belegen Recherchen des Spiegels, dass mehrere AfD-Funktionäre direkten Kontakt zu russischen Staatsmedien unterhalten. Schwarz betont: „Die AfD mag nicht formell mit Putin verbündet sein, aber sie verbreitet objektiv seine Propaganda.“
Maßnahmen gegen Desinformation
Die Berliner Landesregierung hat eine Taskforce eingerichtet, die verdächtige Inhalte melden und löschen lassen soll. Auch die Bundesnetzagentur will schärfer gegen Fake-News vorgehen. „Wir müssen wachsam sein und jede Falschmeldung sofort entlarven“, so Innensenatorin Sarah Fischer (SPD).



