Andy Burnham wird britischer Premier: Machtfülle wie in Nordkorea?
Andy Burnham wird Premier: Machtfülle wie in Nordkorea?

Der designierte britische Premier Andy Burnham wird am Montag von König Charles III. offiziell zum neuen Regierungschef ernannt. In seiner Labour-Partei genießt Burnham eine derart unangefochtene Stellung, dass Beobachter seine Machtfülle mit jener in Nordkorea vergleichen. Der 56-Jährige hatte sich zuvor in einer internen Abstimmung gegen seine Rivalin Angela Rayner durchgesetzt und die Führung der Partei übernommen.

Umgang mit innerparteilicher Konkurrenz

Berichten zufolge hat Burnham alle potenziellen innerparteilichen Herausforderer systematisch ausgeschaltet oder in Schlüsselpositionen gebracht, die ihnen wenig Spielraum für eigene Ambitionen lassen. Ein Labour-Abgeordneter, der namentlich nicht genannt werden möchte, sagte: „Es herrscht eine Atmosphäre der totalen Loyalität. Jeder weiß, dass ein Widerspruch gegen Andy das politische Aus bedeuten kann.“ Kritiker warnen vor einem gefährlichen Machtkonzentrat, das an autokratische Regime erinnere.

Erste Kabinettsmitglieder stehen fest

Bereits vor der offiziellen Ernennung machen erste Namen für das künftige Kabinett die Runde. Als enge Vertraute gelten die Abgeordneten Lisa Nandy für das Innenressort und David Lammy für das Außenministerium. Die Wirtschaftsexpertin Rachel Reeves soll Schatzkanzlerin werden. Alle drei haben sich in den vergangenen Wochen demonstrativ hinter Burnham gestellt und gelten als loyal. Die Personalentscheidungen werden als Zeichen für Kontinuität und Stabilität gewertet, doch die Opposition spricht von einer „Gefahr für die Demokratie“. Der konservative Abgeordnete Tom Tugendhat erklärte: „Burnhams Machtfülle erinnert an die schlimmsten Zeiten der Labour-Partei. Wir werden jede seiner Entscheidungen kritisch hinterfragen.“

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Reaktionen aus dem In- und Ausland

International wird die Ernennung Burnhams mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Während die EU-Kommission eine enge Zusammenarbeit signalisierte, zeigten sich US-Regierungsvertreter besorgt über die demokratischen Defizite innerhalb der britischen Regierungspartei. Der französische Präsident Emmanuel Macron mahnte: „Europa braucht starke Demokratien. Wir werden die Entwicklung in Großbritannien genau beobachten.“

In Großbritannien selbst reagieren die Medien gespalten. Die „Times“ titelt: „Burnhams unangefochtene Herrschaft – Ein Premier wie ein Monarch“. Die „Guardian“ hingegen warnt vor einer „schleichenden Autokratie“. Umfragen zufolge sehen 42 Prozent der Briten Burnhams Machtfülle kritisch, während 38 Prozent sie als notwendig für eine effektive Regierungsführung erachten.

Ausblick auf die Regierungszeit

Burnham selbst hat angekündigt, die Macht „dorthin zurückzugeben, wo die Menschen leben“ – eine Anspielung auf seine Pläne zur Dezentralisierung und Stärkung lokaler Verwaltungen. Ob er diesem Anspruch gerecht werden kann, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass seine Regierungszeit von Beginn an unter dem Zeichen des Misstrauens und der Kontroversen stehen wird. Die offizielle Amtseinführung am Montag wird von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet, da sowohl Befürworter als auch Gegner Proteste angekündigt haben.

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