Auswärtiges Amt warnt: Schwere Energiekrise in Kuba führt zu Reisewarnung
Das Auswärtige Amt hat eine dringende Reisewarnung für Kuba ausgesprochen. Hintergrund ist eine akute Energiekrise, die den sozialistischen Karibikstaat in eine tiefe Krise stürzt. Die Bundesbehörde rät von Reisen auf die Insel ab und verweist auf erhebliche Sicherheitsrisiken sowie Versorgungsengpässe.
Marode Infrastruktur und fehlende Lieferungen
Die Energiekrise trifft auf eine breitflächig marode Energieinfrastruktur. Das Ausbleiben von Öl- und Treibstofflieferungen aus dem Ausland führt zu massiven Ausfällen bei der Energie- und Treibstoffversorgung. Diese wirken sich auf alle Lebensbereiche aus und verursachen landesweit stundenlange Stromausfälle.
Besonders dramatisch ist die Situation im Gesundheitssektor. Die ohnehin stark eingeschränkte medizinische Versorgung wird durch die Energiekrise weiter erheblich beeinträchtigt. Wegen Medikamenten-Engpässen und fehlendem medizinischem Material gibt es im Notfall oft keine ausreichende medizinische Versorgung.
Steigende Kriminalität und Sicherheitsrisiken
Die Energiekrise führt zu einer deutlichen Verschlechterung der Sicherheitslage. Das Auswärtige Amt warnt vor einer Zunahme von Diebstählen und Körperverletzungen. In Einzelfällen werden Reisende auch mit Waffen bedroht. Alleinreisende Frauen könnten Opfer von Sexualstraftaten werden.
Die weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens verschärfen die Situation zusätzlich. Viele Hotels wurden bereits geschlossen, und der Flugbetrieb ist erheblich beeinträchtigt.
Flugbetrieb und internationale Abhängigkeiten
Seit dem 9. Februar 2026 können Flugzeuge aus dem Ausland in Kuba nicht mehr aufgetankt werden. Dies führt zu erheblichen Einschränkungen im Flugbetrieb. Viele Airlines haben Direktflüge aus Europa bis Ende Mai ausgesetzt.
Kuba war über Jahre stark auf Öl aus Venezuela angewiesen. Diese Lieferungen wurden durch Venezuelas Krise und US-Sanktionen bereits geschwächt. Zuletzt wurden sie durch neue US-Maßnahmen weiter eingeschränkt. US-Präsident Donald Trump hatte zudem mit Aussagen über eine mögliche Übernahme Kubas für Empörung gesorgt.
Seit der Revolution unter Fidel Castros Führung 1959 sind die Beziehungen zwischen den USA und Kuba angespannt. Ein Handelsembargo gegen den sozialistischen Inselstaat ist seit mehr als 60 Jahren in Kraft und setzt dem Land schwer zu.



