Belgien-Tanz nach Tor: Seitenhieb gegen Trump? Fans spekulieren
Belgien-Tanz nach Tor: Seitenhieb gegen Trump?

Es war der Moment, in dem das WM-Aus für die USA endgültig besiegelt war. In der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte Romelu Lukaku (33) das 4:1 für Belgien, lief danach Richtung Eckfahne, hielt sich die Hand hinter das rechte Ohr, als könne er die Fans des Co-Gastgebers im Seattle-Stadion nicht richtig hören. Als seine Teamkollegen zu ihm gelaufen waren, gönnte sich das belgische Team ein kleines Tänzchen – mit den für US-Präsident Donald Trump (80) typischen Bewegungen.

Ein Tanz mit Botschaft?

Die Fans waren sich schnell sicher: Die Einlage war ein schwungvoller Gruß in Richtung Washington. Belgien tanzt ins Viertelfinale, und die Spekulationen über eine politische Botschaft gegen Trump nehmen Fahrt auf. Der Sieg der Belgier kommt nicht von ungefähr – er hat eine Vorgeschichte, die einen einzigartigen Skandal darstellt.

Trump hatte mit einem Anruf bei Fifa-Boss Gianni Infantino (56) bewirkt, dass die Sperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun (25) aufgehoben und zur Bewährung ausgesetzt wurde. Dies sorgte international für Empörung und warf Fragen nach der Unabhängigkeit des Fußball-Weltverbandes auf.

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Belgischer Verband spricht Klartext

Nach dem Sieg verzichteten die Belgier weitestgehend darauf, markige Worte in Richtung von Trump zu richten, konnten sich zumindest aber eine Spitze nicht verkneifen. Der belgische Verband postete bei X ein Foto des jubelnden Lukaku mit einer Hand am Ohr und schrieb dazu: „Macht das mal rückgängig.“ Ohnehin richtete sich der Zorn der „Roten Teufel“ eher gegen die Fifa und Infantino, der bei der Partie in Seattle zwar im Stadion war, jedoch nicht auf der Großbildleinwand gezeigt wurde.

„Ich wusste nicht, dass der 5. Juli bei der WM wie der 1. April ist. Es klingt wie ein schlechter Scherz“, sagte Belgiens Trainer Rudi Garcia (62) vor der Partie über die umstrittene Entscheidung. Nach dem Match, das durch Tore von Charles De Ketelaere (9./33.), Hans Vanaken (57.) und Lukaku entschieden wurde, schlug er dann versöhnlichere Töne an: „Ich möchte den USA zu einer guten WM gratulieren, sie waren gut, unabhängig von diesem letzten Spiel.“

Reaktionen auf den Sieg

Die belgischen Spieler selbst hielten sich mit direkten Kommentaren zu Trump zurück, doch der Tanz sprach Bände. In den sozialen Medien wurde die Szene vielfach geteilt und kommentiert. Viele Nutzer sahen darin eine klare Botschaft gegen die Einmischung des US-Präsidenten in die WM-Angelegenheiten. Andere feierten den Tanz als Ausdruck der Freude über den Einzug ins Viertelfinale.

Belgien trifft nun im Viertelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Brasilien und Mexiko. Die Mannschaft von Trainer Garcia zeigte sich in starker Form und ließ den USA trotz der umstrittenen Vorgeschichte keine Chance. Mit dem 4:1-Erfolg untermauerten die „Roten Teufel“ ihren Anspruch auf den WM-Titel.

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