Bund steigt bei Panzerbauer KNDS ein: 40 Prozent Anteile übernommen
Bund übernimmt 40 Prozent an Panzerbauer KNDS

Der Bund übernimmt 40 Prozent der Anteile am deutsch-französischen Panzerhersteller KNDS. Dies gab die Bundesregierung am Montag bekannt. Mit der Beteiligung sollen die nationalen Sicherheitsinteressen gestärkt und die technologische Souveränität gesichert werden. Der Haushaltsausschuss des Bundestags soll bereits am kommenden Mittwoch den Einstieg beschließen.

Bundesregierung begründet Einstieg mit strategischen Interessen

„Mit dieser Beteiligung beabsichtigt die Bundesregierung, den Interessen des Bundes angesichts der Bedeutung des Unternehmens Rechnung zu tragen“, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die nationale industrielle Wertschöpfung, die technologische Souveränität sowie der Schutz von Sicherheitsinteressen und Schlüsseltechnologien in Deutschland würden dadurch gestärkt.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte: „Künftig entscheiden Deutschland und Frankreich auf Augenhöhe über die Entwicklung eines Unternehmens, das für die europäische Verteidigungsfähigkeit von zentraler Bedeutung ist.“

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Haushaltsausschuss soll Deal am Mittwoch absegnen

Der Einstieg soll über ein Zuweisungsgeschäft über die staatliche Förderbank KfW abgewickelt werden. Verwaltet wird die Staatsbeteiligung im Anschluss durch das Bundeswirtschaftsministerium. Dies geht aus einem Brief des Bundesverteidigungsministeriums an den Haushaltsausschuss hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtet.

KNDS – ein Joint Venture mit langer Geschichte

KNDS war vor elf Jahren aus der Fusion des deutschen Rüstungsherstellers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter entstanden. Das Unternehmen stellt Panzer wie den „Leopard“ und den „Boxer“ her. Mit dem Einstieg des Bundes wird nun der Weg für einen Börsengang frei.

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