Dänemarks Premier stellt klar: Grönland nicht zu verkaufen – Trump abgewiesen
Dänemarks Premier: Grönland nicht zu verkaufen – Trump abgewiesen

Beim Nato-Gipfel in Ankara hat Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (48) eine klare Absage an US-Präsident Donald Trump (80) erteilt: „Grönland steht natürlich nicht zum Verkauf.“ Sie stellte sich damit gegen Trumps erneute Forderung, die dänische Insel unter US-Kontrolle zu bringen. Frederiksen betonte, man werde „jeden Zentimeter der Nato“ verteidigen, „einschließlich unseres eigenen Territoriums“.

Trumps Schwachpunkt: Nato-Bündnis

Der Grönland-Experte Prof. Dr. Klaus-Peter Saalbach (61) sieht keine unmittelbare Kriegsgefahr. Gegenüber BILD erklärte er, die USA kontrollierten Grönland über ihre Militärbasen de facto längst. Trumps Problem: Eine offizielle Übernahme würde ihn die Nato-Partner kosten. „Im Hintergrund haben die USA den Druck immer aufrechterhalten“, so Saalbach. Dänemark setze darauf, „Trump auszusitzen“ und rote Linien zu setzen, die es militärisch aber nicht durchsetzen könne.

Dänemark unter Druck: Innere Krisen und Unabhängigkeitsbestrebungen

Die Schärfe von Frederiksens Aussagen sei Ausdruck mehrerer Krisen: „Ihre eigene Regierung könnte platzen und viele Grönländer fühlen sich Dänemark kaum zugehörig. Sie streben, wie die Färöer-Inseln, mittelfristig die Unabhängigkeit an.“ Dänemarks letzte Chance könnte sein, Grönland die Zugehörigkeit zum Königreich mit mehr Autonomie doch noch „schmackhaft“ zu machen – nach dem Vorbild der niederländischen Überseegebiete.

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„Blutige Verluste“ im Konfliktfall

Ein düsteres Szenario malt Sicherheitsexperte Prof. Dr. Joachim Krause (75) an die Wand: Frederiksens Statement ließe erkennen, „dass Dänemark auch bereit ist, Grönland gegen eine mögliche militärische Invasion der USA zu verteidigen“, sagt er zu BILD. In diesem Fall müssten die Amerikaner „eine isolierte Region Grönlands nach der anderen aus der Luft oder von der See her angreifen“. Aus dem Hinterland könnten „die kleinen dänischen Verbände“ den USA dabei „erhebliche Probleme und auch blutige Verluste“ zufügen.

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