Brexit-Anführer Nigel Farage legt sein Mandat nieder
Brexit-Anführer Farage legt Mandat nieder

Nigel Farage, der prominente Brexit-Befürworter und ehemalige Vorsitzende der UK Independence Party (UKIP), hat sein Mandat als Mitglied des Europäischen Parlaments niedergelegt. Der Schritt erfolgte überraschend und wird als riskantes Manöver gewertet, das die politische Zukunft des 55-Jährigen ungewiss macht.

Hintergrund der Entscheidung

Farage begründete seinen Rücktritt mit dem Erreichen seines politischen Hauptziels: dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. „Ich habe mein Versprechen gehalten. Der Brexit ist vollzogen“, erklärte er in einer Stellungnahme. Kritiker werfen ihm jedoch vor, sich aus der Verantwortung zu stehlen, da er sich in den letzten Monaten zunehmend mit internen Konflikten in seiner neuen Partei, der Brexit Party, konfrontiert sah.

Reaktionen aus der Politik

Die Entscheidung Farages stieß auf geteilte Reaktionen. Während Anhänger seinen Schritt als konsequent lobten, sprachen Gegner von einem „Rückzug vor den Herausforderungen“. Der britische Premierminister Boris Johnson äußerte sich zurückhaltend: „Ich respektiere seine Entscheidung, auch wenn ich sie nicht teile.“ Der Labour-Politiker Keir Starmer nannte Farages Mandatsniederlegung hingegen „einen Akt der Feigheit“.

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Auswirkungen auf die Brexit Party

Die Brexit Party, die Farage 2019 gründete, steht nun ohne ihren charismatischen Anführer da. Experten befürchten, dass die Partei ohne Farage an Bedeutung verlieren könnte. Bei der Europawahl 2019 hatte die Brexit Party mit 30,5 Prozent der Stimmen einen überwältigenden Sieg errungen. Seit dem Brexit-Vollzug im Januar 2020 ist die Partei jedoch in der öffentlichen Wahrnehmung stark zurückgegangen.

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