Mutmaßlicher Drogenboss am Flughafen Guayaquil erschossen
Drogenboss am Flughafen Guayaquil erschossen

Mutmaßlicher Drogenboss am Flughafen in Ecuador erschossen

Am zweitgrößten Flughafen Ecuadors ist ein mutmaßlicher Drogenboss erschossen worden. Bei dem Opfer handelt es sich nach Angaben von Innenminister John Reimberg um Carlos Suástegui, der als Anführer der Gang Las Aguilas galt.

Tat am helllichten Tag

Videos der Tat am Flughafen von Guayaquil zeigen, wie zwei junge Männer vor der Ankunftshalle warten und Plüschtiere sowie Blumen tragen. Einer der beiden zieht plötzlich eine Waffe hinter einem Plüschtier hervor und eröffnet das Feuer. Die Polizei nahm nach Angaben des Innenministers zwei verdächtige Jugendliche fest, zwei Schusswaffen wurden beschlagnahmt. „Wir haben acht oder zehn Schüsse gehört, wir hatten Angst“, schilderte ein Zeuge dem Fernsehsender TC. Der Flughafen sei zeitweise geräumt worden.

Hintergrund des Opfers

Suástegui galt als gefährlicher Krimineller. Gegen ihn wurde wegen Mordes, illegalen Waffenbesitzes und Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Bereits 2024 erklärte Ecuadors Präsident Daniel Noboa die Gang Las Aguilas zur Terrororganisation. Nur einen Tag vor dem tödlichen Angriff auf den Drogenboss hatte Noboa wegen eines starken Anstiegs der Gewalt den Ausnahmezustand in zehn der 24 Provinzen des Landes verhängt.

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Eskalation der Gewalt in Ecuador

Ecuador gilt wegen erbitterter Kämpfe zwischen Drogenbanden inzwischen als gewalttätigstes Land Südamerikas. Nach Angaben des Innenministeriums in Quito wurde im vergangenen Jahr jede Stunde ein Mord begangen. Laut einem Bericht der BBC hat Ecuador eine der höchsten Mordraten in der westlichen Hemisphäre. Obwohl Guayaquil, die größte Stadt des Landes, regelmäßiger Schauplatz von Drogen- und Ganggewalt ist, schockierte der Mord an Suástegui am helllichten Tag die Menschen.

Drogenhandel und Notstand

Ecuador liegt zwischen den größten Kokainproduzenten Kolumbien und Peru und ist ein wichtiges Transitland für den Drogenschmuggel. Um der Lage Herr zu werden, verkündete Präsident Noboa bereits den nationalen Notstand – bisher ohne nennenswerten Erfolg.

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