Vermisster Deutscher in Kapstadt: Geständnis eines Tatverdächtigen
Im Fall des seit mehr als drei Jahren in Kapstadt verschwundenen deutschen Urlaubers Nick Frischke hat die Polizei ein Geständnis präsentiert. Einer der vier Angeklagten gab zu, den jungen Mann gemeinsam mit seinen Freunden auf einem Bergpfad im Kapstädter Vorort überfallen zu haben. Die Videoaufnahme des Geständnisses wurde im Amtsgericht Wynberg abgespielt.
Der aus Döbern bei Cottbus stammende Nick Frischke gilt seit dem 15. Februar 2023 als vermisst. Die vier Tatverdächtigen sind angeklagt, den damals 22-Jährigen gewaltsam ausgeraubt zu haben. Laut Polizei wurden in ihrem Besitz Frischkes Rucksack, Handy und Kreditkarte gefunden. Das Verfahren wird am Freitag fortgesetzt.
Vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft
Die vier Südafrikaner haben auf „nicht schuldig“ plädiert und befinden sich seit ihrer Festnahme vor etwa drei Jahren in Untersuchungshaft. Ein fünfter Verdächtiger wurde mangels Beweisen freigelassen. Im Januar hatte der Chefermittler Dudley Truter ausgesagt, einer der Verdächtigen habe einen Mittäter beschuldigt, Frischke in den Rücken gestochen zu haben. Der Tourist habe aufgrund der Verletzung nicht mehr richtig laufen können. Bisher gelang es der Strafverfolgungsbehörde nicht, ausreichend Beweise für eine Mordanklage zu sammeln.
Das letzte Lebenszeichen von Frischke ist ein Foto einer Sicherheitskamera, das ihn in Sportkleidung auf dem Weg zu einem Wanderpfad am Fuße des Karbonkelbergs in Hout Bay zeigt.
Beliebtes Urlaubsziel mit hoher Kriminalität
Das 63-Millionen-Einwohner-Land am Südzipfel Afrikas ist bekannt für Safaris, atemberaubende Natur, Strände und kulturelle Vielfalt. Es zählt zu den beliebtesten Touristenzielen Afrikas, leidet jedoch unter einer hohen Kriminalitätsrate. Allein von Januar bis März wurden Regierungsangaben zufolge knapp 5.200 Menschen ermordet.



