Einigung im Brückenstreit zwischen USA und Kanada
Die USA und Kanada haben ihren monatelangen Streit um die 4,7 Milliarden Dollar teure Grenzbrücke beigelegt. Die nach dem legendären Eishockeyspieler benannte Gordie-Howe-International-Brücke zwischen Detroit und Windsor in Ontario soll am 27. Juli eröffnet werden. Dies gab die kanadische Regierung bekannt, nachdem beide Seiten eine Einigung über die Verteilung der Mauteinnahmen erzielt hatten.
Trump drohte mit Blockade
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gedroht, das Projekt zu blockieren, da er mit den ursprünglichen Mautregelungen unzufrieden war. Am Samstag erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social: „Das ursprüngliche Abkommen war für mich inakzeptabel. Das neue Abkommen ist großartig und fair.“ Er habe ein deutlich besseres Abkommen für die Vereinigten Staaten ausgehandelt, das die Öffnung der Brücke ermögliche.
Details der Einigung
Ein Insider berichtete, dass die USA künftig 50 Prozent der Mauteinnahmen erhalten und ein Vetorecht gegen Mauterhöhungen von zehn Prozent oder mehr besitzen. Der Bau der Brücke begann 2018 und wurde von Kanada allein finanziert. Die Kosten sollten ursprünglich über 30 Jahre durch Mautgebühren gedeckt werden. Die neue Vereinbarung ändert diese Finanzierungsstruktur grundlegend.
Hintergrund des Konflikts
Bereits im Februar hatte Trump mehrere Gründe für seine Blockadedrohung genannt: Kanadas Weigerung, bestimmte alkoholische Getränke aus den USA in kanadischen Geschäften anzubieten, Kanadas Zölle auf Milchprodukte sowie die Handelsgespräche mit China. In seiner zweiten Amtszeit hatte Trump mehrfach mit einer Annexion Kanadas gedroht und die Zölle auf das nördliche Nachbarland drastisch erhöht. Erst im vergangenen Monat erklärte er, das Freihandelsabkommen mit Mexiko und Kanada möglicherweise nicht zu verlängern.
Bedeutung der Brücke
Die Gordie-Howe-International-Brücke ist eine der wichtigsten Grenzverbindungen zwischen den USA und Kanada. Sie soll den Güterverkehr zwischen Michigan und Ontario erheblich erleichtern und die Wirtschaft beider Länder stärken. Die Einigung kommt zu einem Zeitpunkt, da die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Kanada unter Trump zunehmend angespannt sind.



