G7, Nato, Ukraine, Iran: Trump ist nicht das größte Problem
G7, Nato, Ukraine, Iran: Trump nicht das größte Problem

Widersprüchliches Verhalten Europas

Was für ein widersprüchliches Bild! Europas Bürger und Medien schimpfen über Donald Trump und die Zumutungen, mit denen er seine Verbündeten konfrontiert. Beim G7-Gipfel in Évian versuchen Europas Regierungschefs jedoch, den US-Präsidenten zu besänftigen und zu umgarnen – und sind schon froh, wenn er nicht vorzeitig abreist oder den Spalt zwischen Amerika und Europa verbal vertieft.

Europas Lektionen

Die Europäer müssen Dreierlei lernen: Welche internationalen Themen haben für sie Priorität? Welche Ziele sind realistisch? Und was davon können sie selbst durchsetzen? Ein Kommentar von Christoph von Marschall.

Es ist an der Zeit, dass Europa seine Rolle in der Welt neu definiert. Die Abhängigkeit von den USA muss reduziert werden, und die EU sollte eigenständiger handeln. Die Themen G7, Nato, Ukraine und Iran zeigen deutlich, dass Europa nicht immer auf Trump reagieren sollte, sondern eigene Strategien entwickeln muss.

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Prioritäten setzen

Europa muss erkennen, dass nicht alle internationalen Probleme gleich wichtig sind. Die Sicherheit in Osteuropa und die nukleare Bedrohung durch Iran erfordern mehr Aufmerksamkeit als manche andere Konflikte. Realistische Ziele zu verfolgen, bedeutet auch, Kompromisse einzugehen und nicht alles auf einmal zu wollen.

Selbstbewusstsein zeigen

Die EU sollte sich nicht von Trump treiben lassen. Stattdessen muss sie eigene Initiativen ergreifen und ihre Interessen klar vertreten. Die Zeiten, in denen Europa einfach den USA folgte, sind vorbei. Jetzt ist Eigeninitiative gefragt.

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