G7 verschärfen Sanktionen gegen Russland – Ukraine erhält mehr Waffen
G7 verschärfen Sanktionen gegen Russland – Ukraine erhält mehr Waffen

G7-Gipfel: Neue Sanktionen und verstärkte Waffenlieferungen

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten haben sich beim Gipfeltreffen im französischen Évian darauf geeinigt, den Druck auf Russland weiter zu erhöhen. In einer gemeinsamen Erklärung kündigten sie eine Verschärfung der Sanktionen an, die auch den Öl- und Gassektor betreffen. Zudem wurde vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungssystemen an die Ukraine auszuweiten. Diese Maßnahmen sollen die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren.

Russische Luftangriffe: Tote und Verletzte in der Ukraine

Bei russischen Luftangriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine ist nach Behördenangaben mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, sieben weitere wurden verletzt. Laut Militärgouverneur Iwan Fedorow wurde vor allem zivile Infrastruktur beschädigt, ein mehrstöckiger Wohnblock geriet in Flammen. Die Polizei berichtete, dass ein Mann getötet wurde, als eine russische Drohne sein Auto traf. Ziel der Angriffe war ein Wohngebiet, auch die örtliche Universität und ein Einkaufszentrum wurden beschädigt. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

In der Stadt Slowjansk in der Region Donezk kamen bei zwei Bombenangriffen drei Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Slowjansk gehört zum ukrainischen „Festungsgürtel“, der die langsam vorrückende russische Offensive eindämmen soll.

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Ukrainischer Kampfjet abgestürzt

Beim Absturz eines ukrainischen Kampfflugzeugs vom Typ Su-24 sind beide Piloten ums Leben gekommen. Der Absturz ereignete sich am Abend in der Region Chmelnyzkyj im Westen des Landes. Die ukrainischen Luftstreitkräfte teilten mit, dass die Ursachen und Umstände der Katastrophe geprüft werden. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion und leidet unter einem Mangel an Kampfflugzeugen.

Russische Fregatte gibt Warnschuss im Ärmelkanal ab

Ein russisches Kriegsschiff, die Fregatte „Admiral Grigorowitsch“, hat im Ärmelkanal einen Warnschuss auf eine Jacht abgegeben, die ihm zu nahe gekommen war. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf ungenannte Quellen. Das Schiff war zwischen der Isle of Wight und der Küste der Normandie unterwegs. Erst vor einigen Tagen hatte die britische Marine einen Öltanker im Ärmelkanal gestoppt, der der russischen Schattenflotte zugerechnet wird.

Hensoldt liefert Radarsysteme an die Ukraine

Die deutsche Rüstungsfirma Hensoldt hat auf der Messe Eurosatory in Paris eine strategische Partnerschaft mit dem ukrainischen Unternehmen Fire Point geschlossen. Ziel ist die Stärkung der ukrainischen Flugabwehr. Hensoldt wird Radarsysteme für die ballistische Raketenabwehr produzieren, testen und liefern. Die Radare können bis zu 1.500 Luftziele erkennen und verfolgen.

Drohnenangriff auf Moskauer Ölraffinerie

Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Russlands Energieinfrastruktur fortgesetzt. Drohnen trafen eine Ölraffinerie in Moskau und beschädigten dort eine Anlage. Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete auf Telegram von Schäden. Der ukrainische Generalstab teilte mit, dass der Angriff ein Feuer ausgelöst und eine wichtige Verarbeitungseinheit zerstört habe. Die wiederholten Attacken verschärfen die Treibstoffknappheit in Russland.

Großbritannien und Kanada verhängen neue Sanktionen

Großbritannien und Kanada kündigten beim G7-Gipfel neue Sanktionen gegen Russland an. Betroffen sind die russische Schattenflotte, die Rüstungsindustrie und Finanznetzwerke zur Umgehung von Sanktionen. Kanada setzt 162 Personen, Unternehmen und Schiffe auf die Sanktionsliste, Großbritannien verhängt 70 neue Sanktionen. Ziel ist es, die Beschaffung westlicher Technologie für das russische Militär zu unterbinden.

Trump kündigt Treffen mit Selenskyj an

US-Präsident Donald Trump will sich auf dem G7-Gipfel erneut mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Trump sagte, Russland solle eine Einigung erzielen. Selenskyj hatte zuvor betont, dass die Stärkung der Flugabwehr das wichtigste Ziel sei und diplomatische Anstrengungen nötig seien, um den Krieg zu beenden.

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Kreml weist Selenskyjs Treffen-Vorschlag zurück

Der Kreml erklärte, es gebe keine offizielle Einladung von Selenskyj an Präsident Wladimir Putin zu einem Treffen beim G7-Gipfel. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, es gebe derzeit keine offiziellen Kanäle zwischen Kiew und Moskau. Selenskyj hatte zuvor gesagt, er habe ein Treffen vorgeschlagen, Putin sei aber nicht bereit dazu.

China weist Vorwürfe zur Ausbildung russischer Soldaten zurück

China hat Vorwürfe der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zurückgewiesen, wonach das chinesische Militär russische Soldaten für den Ukraine-Krieg ausgebildet habe. Außenamtssprecher Lin Jian bezeichnete die Behauptungen als Verleumdung. Kallas hatte gesagt, die EU habe entsprechende Berichte verifiziert.

Lukaschenko ruft zu Kompromissen auf

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko rief Russland und die Ukraine zur Kompromissbereitschaft auf. Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch, sagte er in einem Interview. Zwar rückten die russischen Truppen vor, aber beide Seiten litten unter einem Mangel an Soldaten. Lukaschenko betonte, dass die Ukraine von Belarus nichts zu befürchten habe.

EU beginnt Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine

Die Europäische Union hat die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine offiziell eröffnet. Vertreter beider Seiten starteten in Luxemburg die Gespräche zum ersten Themenblock. Selenskyj lobte den Schritt als klares Signal, dass Europas Fortschritt nicht gestoppt werden könne.

Bundeskanzler Merz sieht Fenster für Diplomatie

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht eine neue Chance für die Diplomatie im Ukraine-Krieg. Die Ukraine befinde sich in einer neuen Position der Stärke, Russland könne militärisch nicht gewinnen. Gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien habe Deutschland fünf Eckpunkte für mögliche Friedensverhandlungen formuliert, die mit US-Präsident Trump besprochen werden sollen.

EU beschließt neue Russland-Sanktionen

Die EU hat neue Sanktionen gegen Russland beschlossen. Auf die Sanktionsliste gesetzt wurden 34 Personen und 47 Einrichtungen, die den russischen Angriffskrieg unterstützen. Die Maßnahmen richten sich gegen den Militär- und Industriekomplex sowie die Schattenflotte. Parallel beraten die Mitgliedstaaten über ein 21. Sanktionspaket.

Neue russische Exilpartei gegründet

Der Kremlgegner Ilja Jaschin hat in Berlin die Partei „Friedliches Russland“ gegründet. Sie fordert den Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine, eine Absage an den Imperialismus und die Garantie von Menschenrechten.

Selenskyj schlägt Treffen mit Putin vor

Selenskyj erklärte, er habe ein Treffen mit Putin beim G7-Gipfel vorgeschlagen, Putin sei jedoch nicht bereit. Einem Insider zufolge habe Selenskyj den Vorschlag den USA, Frankreich und Russland vorgelegt, aber keine klare Antwort aus Moskau erhalten.