YouTube-Star HandofBlood kapert ZDF-Werbung und rechnet mit FIFA ab
HandofBlood kapert ZDF-Werbung und kritisiert FIFA

Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im ZDF kam es am 3. Juli zu einer unerwarteten Unterbrechung: Statt der üblichen Werbespots erschien ein Handyvideo, das den YouTube-Star HandofBlood (33, bürgerlich Maximilian Knabe) zeigt. In einem 15-Sekunden-Clip, der während der Trinkpause des Spiels Schweiz gegen Algerien (2:0) ausgestrahlt wurde, rechnete der Berliner mit der FIFA ab. Das Spiel selbst fand in Vancouver statt, und die Schweizer Nationalmannschaft zog souverän ins Achtelfinale ein.

„Präsident Knabe“ im Anzug gegen die FIFA

Im Video tritt HandofBlood als seine Kunstfigur „Präsident Knabe“ auf – einen fiktiven Vereinspräsidenten seiner E-Sport-Organisation Eintracht Spandau. Mit Anzug, Goldbrille und gegelten Hauren sowie markantem Berliner Dialekt sagt er: „Ick hab nur 15 Sekunden. Diese Schpots sind arschteuer!“ Nach einem Gruß an die FIFA fährt er fort: „Diese Werbepau… ähh Trinkpausen sind super für die Wirtsch… äh für den Sport.“ Der Clip ist bewusst verwackelt und unscharf gehalten, um den provisorischen Charakter zu unterstreichen.

Kritik an den Trinkpausen: Werbung statt Sport

Mit dieser Aktion setzt HandofBlood ein deutliches Zeichen gegen die neuen Trinkpausen, die die FIFA bei dieser WM eingeführt hat. Er kritisiert, dass diese Pausen in erster Linie dazu dienen, zusätzliche Werbezeit zu schaffen, und nicht dem Wohl der Spieler. Diese Meinung teilen viele Zuschauer: Während der Ausstrahlung des Videos waren im Stadion von Vancouver Pfiffe und Buhrufe zu hören, die sich gegen die Trinkpause richteten. In sozialen Netzwerken wird die zusätzliche Werbung als „lächerlich“ und „eine Schande“ bezeichnet. Ein Nutzer auf X kommentiert: „Die FIFA saugt das Geld aus den Fans!“ HandofBlood selbst äußerte sich in einem Livestream: „Ich habe früher jedes Spiel geguckt, aber die letzten WMs nicht mehr – aus Gründen.“

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Fünfstellige Kosten für den Werbespot

Die Aktion war nicht billig: HandofBlood zahlte nach eigenen Angaben einen fünfstelligen Betrag, um den Spot im ZDF zu platzieren. In einem Livestream sagte er lachend: „Ein fünfstelliger Betrag für die Scheiße!“ Trotz der frühen Anstoßzeit (5 Uhr morgens deutscher Zeit) und einer Reichweite von knapp einer halben Million Zuschauern entwickelte sich der Clip im Internet zum viralen Hit. Die Schweiz spielt am Abend des 7. Juli im Achtelfinale gegen Kolumbien.

Reaktionen und Ausblick

Die Aktion von HandofBlood zeigt, wie kreativ und kritisch Influencer mittlerweile klassische Medienkanäle nutzen, um Missstände anzuprangern. Die FIFA hat sich bisher nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert. Die Diskussion um die Trinkpausen und die Kommerzialisierung des Fußballs dürfte jedoch anhalten.

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