US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die europäischen Nato-Partner zu mehr Eigenverantwortung bei der Verteidigung des Kontinents aufgerufen. Bei einem Nato-Treffen in Brüssel präsentierte er das Konzept einer „Nato 3.0“, das eine stärkere Lastenteilung vorsieht.
Hegseths Forderung nach mehr Engagement
In einer Videoansprache machte Hegseth deutlich, dass die USA von ihren Verbündeten erwarten, einen größeren Beitrag zur gemeinsamen Sicherheit zu leisten. „Europa muss mehr Verantwortung für seine eigene Verteidigung übernehmen“, sagte der Minister. Er betonte, dass die Nato nur dann zukunftsfähig sei, wenn alle Mitglieder ihre Hausaufgaben machten.
Das Konzept der „Nato 3.0“
Hegseth skizzierte die Grundzüge einer modernisierten Allianz. „Nato 3.0 bedeutet, dass wir uns auf neue Bedrohungen einstellen und unsere Fähigkeiten anpassen müssen“, erklärte er. Dazu gehöre eine gerechtere Verteilung der finanziellen Lasten sowie eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer Verteidigungstechnologien.
Die Reaktionen der europäischen Partner fielen gemischt aus. Während einige Länder die Forderung unterstützten, zeigten sich andere skeptisch. Ein Diplomat, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte: „Wir nehmen die Botschaft ernst, aber die Umsetzung wird schwierig.“
Das Nato-Treffen in Brüssel gilt als richtungsweisend für die künftige Ausrichtung des Bündnisses. Beobachter erwarten, dass die Diskussionen über die Lastenteilung in den kommenden Monaten intensiviert werden.



