Infantino verhöhnt Italien wegen erneuter WM-Verpassung
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich über Italiens anhaltende WM-Durststrecke lustig gemacht. Der Italiener, der seit 2016 an der Spitze des Weltfußballverbands steht, äußerte sich in einem Interview auf CazéTV und sorgte damit für Aufsehen. Italien, viermaliger Weltmeister, hat sich zum zweiten Mal in Folge nicht für die Weltmeisterschaft qualifiziert – ein Schock für die Fußballnation.
Infantino, selbst in der Schweiz geboren und mit italienischen Wurzeln, scherzte über die Situation seines Heimatlandes. „Es ist traurig, Italien nicht bei der WM zu sehen. Aber vielleicht sollten sie sich mehr anstrengen“, sagte Infantino mit einem Lächeln. Die Aussage wurde von vielen italienischen Fans und Medien als spöttisch aufgefasst. Der Verband reagierte bislang nicht offiziell auf die Bemerkung.
Reaktionen auf Infantinos Aussagen
Die italienische Presse zeigte sich empört. „Infantino verhöhnt Italien, während er selbst in Luxus lebt“, schrieb die Gazzetta dello Sport. Andere Stimmen forderten mehr Respekt gegenüber den Nationalmannschaften, die es nicht zur WM geschafft haben. Infantino hingegen betonte, dass die FIFA alle Nationen gleich behandle und der Wettbewerb hart sei.
Die italienische Nationalmannschaft hatte sich zuletzt 2014 für die WM qualifiziert. Seitdem scheiterte sie in den Play-offs an Schweden (2018) und Nordmazedonien (2022). Die aktuelle Qualifikation für 2026 ist bereits gescheitert, was die Kritik an der Entwicklung des italienischen Fußballs verstärkt.
Hintergrund: Infantinos umstrittene Rolle
Gianni Infantino ist nicht nur für seine Aussagen bekannt, sondern auch für seine umstrittene Führung der FIFA. Er steht immer wieder in der Kritik wegen mangelnder Transparenz und luxuriöser Lebensweise. Seine jüngsten Kommentare zu Italien passen in ein Muster von provokativen Äußerungen, die er in den letzten Jahren gemacht hat.
Die FIFA selbst hat sich nicht zu Infantinos Aussagen geäußert. Die italienische Nationalmannschaft bereitet sich derweil auf die Europameisterschaft 2024 vor, bei der sie als Titelverteidiger antreten wird. Ob Infantino dann erneut für Schlagzeilen sorgen wird, bleibt abzuwarten.



