Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Larijani - Nahost-Konflikt eskaliert weiter
Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Larijani

Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Larijani - Nahost-Konflikt eskaliert weiter

Die iranischen Staatsmedien haben den Tod von Ali Larijani, dem Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates, offiziell bestätigt. Laut der Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionswächtern nahesteht, sei Larijani zum "Märtyrer" geworden. Der Oberste Nationale Sicherheitsrat Irans veröffentlichte eine entsprechende Erklärung zu seinem Tod.

Zweiter hochrangiger Todesfall innerhalb kurzer Zeit

Bereits kurz zuvor hatten die Revolutionswächter den Tod von Gholamreza Soleimani, dem Anführer der paramilitärischen Basidsch-Milizen, bestätigt. In einem Statement der Revolutionswächter heißt es, Soleimani sei einer "terroristischen Attacke des amerikanisch-zionistischen Feindes" zum Opfer gefallen. Die iranische Führung warnte, dass der Tod der Kommandeure "den Willen der heldenhaften iranischen Nation und aller Basidsch-Kämpfer, den Weg des Widerstands fortzusetzen, nur noch verstärken" werde.

Israel setzt Luftangriffe fort

Israels Luftwaffe hat nach der Tötung Soleimanis weiterhin Ziele der Basidsch-Milizen in Teheran bombardiert. Das israelische Militär teilte mit, in den vergangenen Stunden seien Mitglieder dieser paramilitärischen Einheiten an mehr als zehn verschiedenen Positionen in der iranischen Hauptstadt angegriffen worden. Die israelische Armee hatte bereits am Dienstagvormittag verkündet, dass Larijani getötet worden sei.

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Eskalation im Persischen Golf

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf kündigte unterdessen dauerhafte Veränderungen für den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus an. "Die Situation in der Straße von Hormus wird nicht zu ihrem Vorkriegszustand zurückkehren", schrieb er auf der Plattform X. Seit Beginn des Irankrieges am 28. Februar ist die Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt.

Politische Auswirkungen in den USA

Parallel zu den militärischen Entwicklungen trat Joe Kent, der Chef des Nationalen Terrorabwehrzentrums (NCTC) in den USA, aus Protest gegen den Irankrieg zurück. Kent ist der erste hochrangige Vertreter der Trump-Regierung, der aus diesem Grund sein Amt niederlegt. In seinem Rücktrittsschreiben machte er Israel nicht nur für den jüngsten Waffengang verantwortlich, sondern auch für die Kriege im Irak und in Syrien.

US-Präsident Trump äußerte sich abfällig über den scheidenden Terrorabwehr-Chef und bezeichnete ihn als "schwach in Sachen Sicherheit". Der einflussreiche rechte Podcaster Tucker Carlson verteidigte hingegen Kent und bezeichnete ihn als "mutigsten Mann, den ich kenne".

Deutsche und internationale Reaktionen

Deutschland und seine internationalen Partner versuchen derweil, Israel von einer großen Bodenoffensive im Libanon abzuhalten. Israel plant jedoch, weitere Soldaten in den Libanon zu entsenden und erwartet einen größeren Raketenangriff der Hisbollah.

Die USA und Israel setzen ihre Angriffe gegen Iran und seine Nachbarn fort, während das Regime in Teheran mit Gegenangriffen antwortet. Die Eskalation des Nahost-Konflikts hat bereits zu erheblichen Störungen im weltweiten Öl- und Gashandel geführt und lässt die Energiepreise weiter steigen.

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