Trump sieht Fortschritte in Iran-Verhandlungen
Washington. US-Präsident Donald Trump hat erneut eine baldige Verständigung mit dem Iran in Aussicht gestellt. Wie bereits in den vergangenen Wochen mehrfach geschehen, kündigte Trump am Donnerstag an, dass ein Abschluss in den kommenden Tagen möglich sei. Vielleicht geschehe dies sogar über das Wochenende, und zwar wahrscheinlich in Europa.
Trump erklärte, er werde mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sprechen. Vizepräsident J.D. Vance werde bei der Unterzeichnung anwesend sein. Die strategisch wichtige Straße von Hormus solle geöffnet werden, sobald die USA das Abkommen unterzeichnet hätten. Der Präsident sprach dabei von einer „Absichtserklärung“ (Memorandum of Understanding, MOU), auf die man sich einigen wolle. Eine solche Erklärung wird häufig gewählt, wenn zwei Seiten eine ernsthafte Zusammenarbeit anstreben, ohne sich jedoch endgültig festzulegen.
Reaktionen der Finanzmärkte
Die Ankündigung Trumps löste deutliche Reaktionen an den Finanzmärkten aus. Die Ölpreise fielen, da eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus die Versorgungssicherheit erhöhen würde. Auch Aktienmärkte zeigten sich erleichtert, da ein Ende des Konflikts die Weltwirtschaft entlasten könnte.
Zurückhaltung aus Teheran
Der Iran äußerte sich bislang zurückhaltend zu den jüngsten Äußerungen Trumps. Offizielle Stellen in Teheran bestätigten weder die Fortschritte noch die angebliche Einigung. Es bleibt abzuwarten, ob die Gespräche tatsächlich zu einem Durchbruch führen.
Nur etwa zwei Stunden vor seiner Ankündigung hatte Trump einen von ihm selbst für Donnerstag angekündigten schweren Angriff auf den Iran wieder vom Tisch genommen. Grund seien fortgeschrittene Verhandlungen, die von der obersten iranischen Führung sowie einer breiten Koalition regionaler Mächte gebilligt worden seien, erklärte er auf seiner Plattform Truth Social.



