Israel meldet Tötung von Irans Sicherheitschef Larijani bei Luftangriff
Israel tötet Irans Sicherheitschef Larijani bei Luftangriff

Israel verkündet Tötung von Irans Sicherheitschef bei Luftangriff

Israels Verteidigungsminister hat die Tötung von Ali Larijani, dem Chef des Nationalen Sicherheitsrats in Iran, bei einem Luftangriff bestätigt. Damit eskaliert der bereits seit Wochen schwelende Konflikt im Nahen Osten weiter. Gleichzeitig wurde auch Gholamreza Soleimani, der Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Milizen, bei dem Angriff getötet.

Eskalation des Nahost-Konflikts

Die israelische Armee startete in den frühen Morgenstunden eine groß angelegte Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran. Nach Militärangaben wurden dabei gezielt Infrastruktureinrichtungen des iranischen Regimes angegriffen. Zeitgleich meldete die libanesische Nachrichtenagentur NNA Luftschläge auf südliche Vororte von Beirut, wo Terror-Infrastruktur der Hisbollah zerstört worden sein soll.

Die Basidsch-Milizen, deren Kommandeur Soleimani bei dem Angriff getötet wurde, wurden nach der Islamischen Revolution 1979 gegründet und sind Teil der Revolutionswächter. Die Miliz soll mehrere Hunderttausend systemtreue Anhänger umfassen und war nach israelischen Angaben für die blutige Niederschlagung der Proteste in Iran im Januar verantwortlich.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Internationale Reaktionen und diplomatische Bemühungen

Die Europäische Union setzt im Konflikt um die Straße von Hormus weiter auf diplomatische Lösungen. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas betonte, es müssten diplomatische Wege gefunden werden, um die wichtige Seestraße offenzuhalten. "Niemand ist bereit, seine Leute in der Straße von Hormus in Gefahr zu bringen", erklärte Kallas.

In Deutschland wird unterdessen die Debatte über eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr an einer Militärmission in der Region kontrovers diskutiert. Während die Bundesregierung eine Beteiligung am Irankrieg kategorisch ablehnt, gibt es aus der Unionsfraktion Stimmen, die eine Aufklärungstätigkeit der Bundeswehr in der Region befürworten.

Wirtschaftliche Auswirkungen und regionale Entwicklungen

Die Ölpreise zeigten nach einem kurzen Rückgang zu Wochenbeginn wieder steigende Tendenz. Für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent wurden am Morgen etwa dreieinhalb Prozent mehr bezahlt als am Vortag. Die Weltschifffahrtsorganisation warnte indes, dass militärische Eskorten zum Schutz von Tankschiffen in der Straße von Hormus keine dauerhafte Lösung darstellen.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es zu weiteren Drohnenangriffen, bei denen ein Feuer in einem Öltanklager in Fudschaira ausgelöst wurde. In Abu Dhabi starb ein pakistanischer Staatsbürger durch Trümmerteile einer abgefangenen ballistischen Rakete.

Politische Entwicklungen und internationale Diplomatie

US-Präsident Donald Trump verschob wegen des anhaltenden Konflikts seine geplante Chinareise. Die USA haben ihre Diplomaten weltweit angewiesen, bei verbündeten Staaten auf die Einstufung der iranischen Revolutionswächter und der libanesischen Hisbollah als Terrororganisationen zu dringen.

Der israelische Präsident Isaac Herzog bezeichnete den Irankrieg als "historischen Wendepunkt" für den gesamten Nahen Osten und appellierte an die Europäer, Israel in seinem Kampf gegen die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz zur Seite zu stehen.

Die humanitäre Situation im Libanon verschärft sich weiter. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei israelischen Angriffen bereits 886 Menschen getötet und mehr als 2100 verletzt. Über eine Million Menschen sollen seit dem Wiederaufflammen des Konflikts vertrieben worden sein.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration