Abelardo De la Espriella hat die Präsidentschaftswahl in Kolumbien laut vorläufigen Ergebnissen der Wahlbehörde mit 49,6 Prozent der Stimmen gewonnen. Er erhielt rund 250.000 Stimmen mehr als sein linker Konkurrent Iván Cepeda. Der rechtsgerichtete Hardliner kündigte an, den Staat nach dem Vorbild Argentiniens unter Javier Milei zurückzubauen, Megagefängnisse wie in El Salvador unter Nayib Bukele zu errichten und eng mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zusammenzuarbeiten.
Skandalöse Vergangenheit: Tierquälerei als Jugendlicher
Bereits als Teenager sorgte De la Espriella für Aufsehen: Wie er selbst in Fernsehinterviews vor Jahren mit einem Schmunzeln erzählte, band er Feuerwerkskörper an drei Straßenkatzen und zündete sie an. Die Tiere „flogen ein Stück weit“, überlebten das Experiment jedoch nicht. Diese Episode wirft ein Licht auf seine Persönlichkeit, die nun im Wahlkampf thematisiert wurde.
Wahlkampf und politische Agenda
De la Espriella setzte im Wahlkampf auf eine harte Law-and-Order-Rhetorik und versprach, die Sicherheitslage im Land drastisch zu verbessern. Sein Plan sieht den Bau von Megagefängnissen vor, ähnlich denen in El Salvador, wo Tausende mutmaßliche Bandenmitglieder ohne Verfahren inhaftiert wurden. Wirtschaftlich will er den Staatsapparat radikal verkleinern und Deregulierungen nach argentinischem Vorbild durchführen. In der Außenpolitik strebt er eine enge Anlehnung an die USA unter Trump an.
Reaktionen und Ausblick
Politische Beobachter zeigen sich besorgt über den Wahlsieg De la Espriellas. „Es besteht die Gefahr für autoritäre Experimente“, warnte ein Analyst. Die genaue Auszählung der Stimmen steht noch aus, doch die vorläufigen Ergebnisse deuten auf einen klaren Sieg des rechten Kandidaten hin. Kolumbien steht vor einem politischen Umbruch, der das Land in eine ungewisse Zukunft führen könnte.



