Israelische Geheimdienste haben nach eigenen Angaben konkrete Hinweise auf einen Mordplan der iranischen Führung gegen US-Präsident Donald Trump entdeckt. Die Erkenntnisse seien mit Washington geteilt worden, berichtet das „Wall Street Journal“. Trump selbst erklärte an Bord der Air Force One, er sei „die Nummer eins auf der Todesliste des Iran“.
Mullahs überarbeiten alte Rachepläne
Laut dem Bericht sollen die Mullahs seit Jahren bestehende Mordpläne gegen Trump überarbeitet haben. Das Regime in Teheran hatte im Januar 2020 offen Rache an Trump geschworen, nachdem der Republikaner während seiner ersten Amtszeit Qasem Soleimani töten ließ, den mächtigen und gefürchteten Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden. Der Präzisionsschlag mit einer Killer-Drohne des Typs MQ-9 Reaper nahe dem Flughafen von Bagdad löste unter Mullah-Getreuen Mordaufrufe und Vergeltungsforderungen aus. Der Iran griff damals US-Stützpunkte in der Region an und schmiedete einen Racheplan gegen den US-Präsidenten.
„Konkreter“ Anschlagsplan aus Israel
Die jetzt bekannt gewordenen Pläne sollen von der Führung in Teheran erst kürzlich ausgearbeitet worden sein. CNN berichtet, die Hinweise aus Israel enthielten sogar einen „konkreten“ Anschlagsplan, der über andere Attentatswarnungen an die US-Regierung deutlich hinausgehe. Als Motiv der Mullahs gilt die jüngste Eskalation mit den USA – und erneut die Tötung einer zentralen Figur des Regimes: Ober-Mullah Ali Chamenei, der im Alter von 86 Jahren starb. Laut dem Büro des israelischen Ministerpräsidenten telefonierten Benjamin Netanjahu und Trump am Donnerstag miteinander. Es wird vermutet, dass sie sich dabei auch über die Mordpläne austauschten.
Trump: „Bisher hatte ich Glück“
Trump selbst hatte auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in der Türkei an Bord der Air Force One das Thema angeheizt und vor Journalisten gesagt, er sei die Nummer eins auf der Todesliste des Iran. „Sie wollen den US-Präsidenten – mich – ausschalten“, sagte er. „Ich habe heute Morgen gesehen, dass ich auf jeder einzelnen ihrer Listen stehe. Und bisher hatte ich wohl etwas Glück, aber das wird wohl nicht lange anhalten.“ Die Enthüllung des israelischen Geheimdienstes markiert eine heftige Eskalation im US-iranischen Konflikt und wirft Fragen nach der Sicherheit des US-Präsidenten auf.



