Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat in einem Interview mit der Trump-Reporterin Dasha Burns lobende Worte für US-Präsident Donald Trump gefunden. Er sagte, Trump habe die Europäer dazu gebracht, mehr für Verteidigung auszugeben. „Trump hatte recht“, so Rutte. Die Aussage fiel in einem Gespräch, das am 7. Juli 2026 veröffentlicht wurde.
Rutte: Trump hat Debatte angestoßen
Rutte betonte, dass Trump mit seiner Kritik an den zu geringen Verteidigungsausgaben der europäischen Nato-Partner richtig gelegen habe. „Er hat den Druck erhöht und damit einen notwendigen Prozess in Gang gesetzt“, erklärte der Nato-Chef. Seit Jahren fordern die USA, dass die europäischen Bündnispartner ihre Verteidigungsausgaben auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen. Viele Länder, darunter Deutschland, haben diese Vorgabe lange nicht erfüllt.
Höhere Ausgaben der Europäer
Laut aktuellen Nato-Zahlen haben die europäischen Mitglieder ihre Verteidigungsausgaben in den letzten Jahren deutlich gesteigert. Im Jahr 2025 erreichten 18 der 31 europäischen Nato-Staaten das Zwei-Prozent-Ziel, während es 2014 nur drei waren. Rutte führte diesen Erfolg auch auf Trumps Druck zurück. „Ohne seine deutlichen Worte wäre der Wandel nicht so schnell gekommen“, sagte der Generalsekretär.
Kritik an Trump bleibt nicht aus
Trotz der Anerkennung für Trumps Rolle gab es auch kritische Stimmen. Einige europäische Diplomaten warnten davor, Trump zu sehr zu loben, da er wiederholt den Austritt der USA aus der Nato angedroht hatte. „Ruttes Aussagen könnten Trump ermutigen, weiter auf Konfrontation zu gehen“, sagte ein hochrangiger EU-Beamter anonym. Die Nato steht vor großen Herausforderungen, darunter die Bedrohung durch Russland und die Frage nach der künftigen Rolle der USA in Europa.
Auswirkungen auf das Bündnis
Ruttes Äußerungen könnten die Debatte innerhalb der Nato weiter anheizen. Während die USA unter Trump eine härtere Linie gegenüber den europäischen Partnern fahren, bemüht sich Rutte um Ausgleich. Er betonte, dass die Nato geeint bleiben müsse, um Sicherheitsgarantien zu gewährleisten. „Europa muss mehr Verantwortung übernehmen, aber die transatlantische Partnerschaft bleibt unverzichtbar“, so Rutte.



