Netanjahu bremst Erwartungen an Iran-Waffenruhe – Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus
Netanjahu skeptisch zu Iran-Waffenruhe – Tankerangriff

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Erwartungen an die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran gedämpft. Es sei noch zu früh, um die Folgen des Abkommens abzuschätzen, sagte Netanjahu dem Sender CNN. US-Präsident Donald Trump glaube zwar, das iranische Atomprogramm stoppen zu können, er selbst habe jedoch Zweifel. Bei den zentralen Fragen im Umgang mit Teheran seien er und Trump sich einig, auch wenn es gelegentlich Meinungsverschiedenheiten gebe. „Wir sind wahre Verbündete“, erklärte Netanjahu.

Katar bestellt Irans Vize-Botschafter ein

Nach dem Angriff auf einen katarischen Flüssiggas-Tanker in der Straße von Hormus hat Katar den iranischen Vize-Botschafter in dem Golfstaat einbestellt. Der Angriff gefährde die Sicherheit der Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung, hieß es in einer Protestnote, die der iranischen Nachrichtenagentur QNA zufolge überreicht wurde. Die Note sei heute dem iranischen Vize-Botschafter in Katar, Mohsen Ghanei, übergeben worden.

Nach Angaben des katarischen Außenministeriums griff der Iran den Flüssiggas-Tanker „al-Rekajat“ an. Die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) meldete einen Angriff, bei dem ein Tanker von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen wurde. Der Iran sei „rechtlich voll verantwortlich“, teilte das katarische Außenministerium mit. Der mehr als 300 Meter lange Tanker gehört einer Reederei in Doha. Laut der EOS Risk Group brach nach dem Angriff ein Feuer aus, und die Besatzung verließ das Schiff.

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Weiteres Schiff in der Straße von Hormus beschossen

In der Straße von Hormus ist ein weiteres Schiff von einem Geschoss getroffen worden. Die UKMTO teilte am Dienstag mit, dass strukturelle Schäden entstanden seien, aber niemand verletzt wurde. Stunden zuvor hatte die UKMTO bereits den Beschuss eines Tankers vor der Küste des Omans gemeldet, der in Brand geraten war.

LNG-Tanker droht zu explodieren

Der katarische Flüssiggas-Tanker droht nach einem iranischen Raketenangriff nahe der Straße von Hormus zu explodieren. Im Maschinenraum des Schiffes sei ein Feuer ausgebrochen, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die iranische Revolutionsgarde habe in der Nacht Raketen auf Schiffe abgefeuert. Die Besatzung des Tankers „Al Rekayyat“ wurde evakuiert. Das Schiff habe erheblichen Schaden erlitten, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es sei auf der omanischen Seite der Meerenge unterwegs gewesen, als es an der Backbordseite getroffen wurde. Der mit Flüssiggas beladene Tanker setzte Notsignale ab.

Deutschland verfünffacht Hilfe für Yad Vashem

Die Bundesregierung verfünffacht ihre finanzielle Unterstützung für die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Die bisherige jährliche Förderung von einer Million Euro werde bis zum Ende des Jahrzehnts auf fünf Millionen Euro erhöht, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mit. Außenminister Johann Wadephul unterzeichnete die Vereinbarung während seines Besuchs in Israel gemeinsam mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen die Bestände digitalisiert und Bildungsprogramme ausgebaut werden.

Wadephul warnt vor Schwächung der Palästinensischen Autonomiebehörde

Bundesaußenminister Johann Wadephul warnte bei einem Besuch in Jerusalem vor einer Schwächung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Dies diene nicht der Sicherheit Israels, vielmehr könne ein Vakuum entstehen, das radikalere Kräfte füllen könnten. Die PA sei reformbedürftig, benötige jedoch die ihr zustehenden Steuer- und Zolleinnahmen. Wadephul forderte erneut die Freigabe dieser Gelder durch die israelische Regierung.

Israel baut Kontrolle im Westjordanland aus

Die israelische Regierung weitet nach Einschätzung der NGOs Peace Now und Kerem Navot ihre Kontrolle über das Westjordanland in „beispiellosem Tempo“ aus. In einem gemeinsamen Bericht erklärten sie, die Regierung habe das Verwaltungs- und Kontrollsystem innerhalb von drei Jahren grundlegend verändert. Dies könnte die Chancen auf eine politische Einigung beeinträchtigen. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

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Insider: LNG-Tanker aus Katar schwer beschädigt

Ein Flüssiggastanker aus Katar ist Insidern zufolge bei einem Vorfall in der Straße von Hormus durch Beschuss schwer beschädigt worden. Das zur Reederei Nakilat gehörende Schiff „Al Rekayyat“ wurde auf der omanischen Seite getroffen, wie vier Insider der Reuters sagten. Im Maschinenraum sei ein Feuer ausgebrochen, die Besatzung werde evakuiert. Es ist das erste Mal seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar, dass ein LNG-Tanker aus Katar getroffen wird. Das Emirat hatte gemeinsam mit Pakistan das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran vermittelt.

Explosionen in Damaskus in Nähe von Macrons Hotel

In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind Sicherheitskreisen zufolge Sprengsätze in der Nähe eines Hotels explodiert, in dem der französische Präsident Emmanuel Macron absteigen sollte. Ein Reuters-Reporter vor Ort hörte Explosionen und berichtete von aufsteigendem Rauch. Die Straßen seien abgeriegelt worden. Macron ist der erste führende EU-Politiker, der Damaskus seit dem Sturz von Baschar al-Assad besucht.

Iran: Keine Verhandlungen mit USA bei weiteren Drohungen

Der Iran wird nach den Worten von Außenminister Abbas Araghchi keine Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen mit den USA aufnehmen, solange die Drohungen aus Washington andauern. „Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen werden nicht beginnen, wenn die Drohungen anhalten“, schrieb Araghchi auf X. Er reagierte damit auf US-Präsident Donald Trump, der gedroht hatte, „den Job zu Ende zu bringen“, sollte keine Einigung erzielt werden. Araghchi verwies auf ein Zwischenabkommen, in dem sich beide Seiten verpflichtet hatten, auf Gewalt zu verzichten.

Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus gemeldet

Die Crew eines Tankers in der Straße von Hormus meldete einen Angriff. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, teilte die UKMTO mit. Der Tanker sei rund acht Seemeilen vor der omanischen Stadt Limah von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden. Verletzt wurde niemand.

Netanjahu warnt USA vor Kampfjet-Deals mit Türkei

Kurz vor dem Nato-Gipfel warnte Netanjahu eindringlich vor einem Kampfjet-Deal zwischen den USA und der Türkei. Er glaube nicht, dass Washington Ankara F-35-Kampfjets oder Triebwerke liefern solle, sagte er Fox News. „Das würde das Gleichgewicht der Kräfte im Nahen Osten stören“, führte Netanjahu aus. Bislang garantierten Israel und das US-Militär diese Balance.

Französischer Präsident Macron in Syrien eingetroffen

Emmanuel Macron ist als erster westeuropäischer Staats- und Regierungschef seit dem Ende der Assad-Ära 2024 in Syrien eingetroffen. Sein Aufenthalt findet im Vorfeld des Nato-Gipfels in der Türkei statt. Auch der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa wird bei dem Gipfel erwartet. Macron hatte al-Scharaa im Mai in Paris empfangen und versprochen, sich für die Aufhebung der Sanktionen einzusetzen.

Hamas löst De-facto-Regierung im Gazastreifen auf

Die radikal-islamische Hamas hat ihre De-facto-Regierung im Gazastreifen aufgelöst. Damit signalisierte die Organisation ihre Bereitschaft, die Amtsgeschäfte an eine Gruppe palästinensischer Technokraten zu übergeben, wie es der Gaza-Friedensplan vorsieht. Die Hamas dringt im Gegenzug darauf, dass Israel andere Teile des Plans einhält. Die Auflösung war ein zentraler Bestandteil des von Trump vorgeschlagenen Nachkriegsplans.

Maersk und Hapag-Lloyd nutzen wieder Route über Suezkanal

Die dänische Reederei Maersk schickt einige ihrer Schiffe wieder durch den Suezkanal. Damit nimmt sie eine Route ihres gemeinsamen Netzwerks mit Hapag-Lloyd wieder auf, statt um das Kap der Guten Hoffnung zu fahren. Die Entscheidung erfolgte nach einer Bewertung der Sicherheitslage im Roten Meer. Wegen Angriffen der Huthi-Miliz hatten Reedereien die Route gemieden.

Tanker passieren die Straße von Hormus wieder auf dem Oman-Kurs

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus erholt sich langsam: Am Sonntag passierten sechs Öl- und Gastanker die Meerenge auf der omanischen Küstenroute unter US-Schutz. Westliche Marineverbände warnen weiterhin vor einem „erheblichen“ Bedrohungsrisiko und gehen von verminten Gebieten aus. Zahlreiche Tanker fahren mit abgeschalteten Transpondern. Laut Kpler passierten am Samstag 19 Schiffe die Straße, aber nur eines signalisierte offen seinen Kurs entlang der omanischen Küste.

Trauerzug mit Chameneis Leichnam führt durch Teheran

Vor der Beerdigung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei soll dessen Leichnam in einer Prozession durch Teheran geführt werden. Der Trauerzug beginnt im Osten der Hauptstadt und führt über die zentrale Achse bis zum Asadi-Turm. Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff getötet worden. Anschließend führten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran, bis Anfang April eine Waffenruhe vereinbart wurde.

Schiff vor Jemens Küste meldet bewaffneten Angriff

Ein Frachtschiff hat im Roten Meer vor der jemenitischen Küste einen bewaffneten Angriff gemeldet. Die UKMTO teilte mit, der Vorfall habe sich in der Nähe der Hafenstadt Hudaida ereignet. „Bewaffnete Angreifer“ hätten das Schiff attackiert. Details zu Opfern oder Schäden gab es nicht. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz kontrolliert den Norden und Westen des Landes.

Iran: Seehandel mit Katar wieder aufgenommen

Der Iran hat den Seehandel mit Katar nach eigenen Angaben wieder aufgenommen. Der iranische Handelsattaché in Doha, Abbas Abdolchani, sagte gegenüber staatlichen Medien, der Schiffsverkehr zwischen dem iranischen Hafen Dajjer und dem katarischen Hafen Al-Ruwais sei wieder angelaufen. Im Zuge des Iran-Kriegs war der Schiffsverkehr stark eingeschränkt worden.

Modschtaba Chamenei weiter nicht gesichtet

Modschtaba Chamenei ist bei der Trauerfeier für seinen Vater weiter nicht gesichtet worden. Drei andere Söhne beteten am Sonntag am Sarg. Das Staatsfernsehen zeigte die Brüder Mustafa, Meisam und Massud Chamenei in der Mosalla-Moschee. Auch Präsident Massud Peseschkian und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf nahmen teil. Der Dichter Mohammed Rassuli rief Parolen wie „Tod für Amerika“ und „Tod für Israel“.

Totengebet für Chamenei abgehalten

Ein hochrangiger Geistlicher hat das Totengebet für Chamenei geleitet. Der 97-jährige Großajatollah Dschafar Sobhani trat als Vorbeter auf. Chameneis Leichnam bleibt bis Montag in Teheran, danach sind Zeremonien in Ghom und im Irak geplant, ehe er am Donnerstag in Maschhad beigesetzt wird.

Iran beginnt öffentliche Trauerfeiern für Chamenei

Mehr als vier Monate nach seiner Tötung begannen im Iran die öffentlichen Trauerfeierlichkeiten. Drei Tage lang soll der Leichnam in Teheran bleiben, dann in Ghom und im Irak. Am Donnerstag soll er in Maschhad beigesetzt werden. Chamenei war am 28. Februar im Alter von 86 Jahren durch einen israelischen Luftangriff getötet worden.

Paris und London wollen Straße von Hormus mit Oman absichern

Nach der iranischen Ablehnung einer internationalen Marinemission wollen Frankreich und Großbritannien mit dem Oman eine sichere Schifffahrt gewährleisten. „Das Sultanat Oman hat sich bereit erklärt, mit Frankreich und dem Vereinigten Königreich zusammenzuarbeiten“, teilten Paris und London mit. Macron sprach von einer „positiven Entwicklung“. Der Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ kehre in seinen Heimathafen zurück, während Minenräumkräfte vor Ort blieben.