Rutte verteidigt US-Angriffe auf Iran beim Nato-Gipfel in Ankara
Rutte verteidigt US-Angriffe auf Iran beim Nato-Gipfel

Beim Nato-Gipfel in Ankara hat Generalsekretär Mark Rutte die jüngsten US-Militärschläge gegen den Iran als „absolut notwendig“ verteidigt. Die Angriffe hätten der Unterbindung iranischer Aggressionen gedient, so Rutte. Die europäischen Mitgliedsstaaten versuchen derweil, US-Präsident Donald Trump vom Fortbestand des Militärbündnisses zu überzeugen.

Spannungen überschatten Gipfel

Das Treffen der Nato-Staaten wird von neuen Spannungen um Grönland und den Iran überschattet. Die USA hatten zuvor ohne Abstimmung mit den Verbündeten Luftangriffe auf iranische Einrichtungen durchgeführt. Europäische Regierungschefs zeigten sich besorgt über die Eskalation. Rutte betonte jedoch, die Aktion sei im Rahmen der Selbstverteidigung erfolgt. „Die Bedrohung durch den Iran ist real und erfordert entschlossenes Handeln“, sagte er.

Europäer werben für Bündnissolidarität

Parallel zu den Militäreinsätzen bemühen sich die europäischen Nato-Partner, Trump von der Bedeutung der Allianz zu überzeugen. Der US-Präsident hatte zuletzt wiederholt den Austritt der USA aus der Nato angedroht. Mehrere Staats- und Regierungschefs appellierten an die transatlantische Einheit. „Die Nato ist unverzichtbar für unsere gemeinsame Sicherheit“, erklärte Bundeskanzler Olaf Scholz in Ankara. Die Diskussionen sollen am Nachmittag fortgesetzt werden.

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Grönland-Konflikt belastet Beziehungen

Ein weiterer Streitpunkt ist der US-Vorstoß zum Kauf Grönlands. Dänemark lehnt dies kategorisch ab. Trump hatte zuvor Interesse an dem strategisch wichtigen Territorium bekundet. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nannte die Idee „absurd“. Der Konflikt belastet das Verhältnis zwischen den USA und Dänemark sowie die Stimmung beim Gipfel. Rutte rief zur Deeskalation auf: „Wir sollten uns auf die großen Herausforderungen konzentrieren.“

Ausblick auf weitere Beratungen

Der Nato-Gipfel in Ankara dauert noch bis Freitag. Neben den iranischen Angriffen und dem Grönland-Streit stehen auch die Lage in der Ukraine und die Verteidigungsausgaben auf der Agenda. Diplomaten rechnen mit schwierigen Verhandlungen, insbesondere mit Blick auf die US-Forderungen nach höheren Beiträgen der Europäer. Ein Durchbruch wird nicht vor dem letzten Tag erwartet.

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