Der britische Premierminister Keir Starmer hat am Montag seinen Rücktritt angekündigt. Vor seinem Amtssitz in der Downing Street 10 in London erklärte er, dass er die Konsequenzen aus den anhaltend schlechten Zustimmungswerten ziehe. Der Druck aus den eigenen Reihen der Labour-Partei war zuletzt massiv gestiegen.
Gründe für den Rücktritt
Starmer betonte, dass er nicht bereit sei, die Partei weiter zu spalten. Die schlechten Umfragewerte hätten ihn zu diesem Schritt bewogen. „Ich habe stets das Wohl des Landes über meine eigenen Interessen gestellt“, sagte Starmer. Sein Rücktritt erfolgt nach einer Reihe von internen Auseinandersetzungen und öffentlichen Kritiken an seiner Führung.
Reaktionen aus der Politik
Oppositionsführer Rishi Sunak von den Konservativen kommentierte den Rücktritt als „längst überfällig“. Auch innerhalb der Labour-Partei gibt es Stimmen, die den Schritt begrüßen. Ein namentlich nicht genannter Labour-Abgeordneter sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Es war Zeit für einen Neuanfang.“ Die genauen Modalitäten der Nachfolge sind noch unklar.
Auswirkungen auf die britische Politik
Der Rücktritt Starmers stürzt die Labour-Partei voraussichtlich in eine Führungskrise. Die nächste Parlamentswahl steht regulär erst 2024 an, doch Spekulationen über eine vorgezogene Neuwahl nehmen zu. Politische Analysten sehen in Starmers Abgang eine Chance für die Konservativen, ihre Position zu festigen. Die Wirtschaft reagierte zurückhaltend: Das Pfund Sterling notierte am Montagmorgen leicht schwächer.



