Neue Entwicklungen im Streit um den Antisemitismusbeauftragten
Der Konflikt um den Antisemitismusbeauftragten für die Berliner Hochschulen erreicht eine neue Stufe. Nachdem bekannt wurde, dass die Wissenschaftsverwaltung in das Auswahlverfahren eingegriffen haben soll, um den Oberstudienrat und Schulberater Mehmet Can zu bevorzugen, steht seine Ernennung infrage. Doch nun mehren sich die Stimmen, die den Kandidaten verteidigen.
Unterstützung für Can aus der Bildungsarbeit
Mehrere Akteure aus der Bildungsarbeit sowie jüdische Studierende haben sich hinter Can gestellt. Sie betonen seine hervorragende Eignung für den Posten und weisen die Kritik an seiner Auswahl zurück. „Mehmet Can ist ein ausgewiesener Experte im Kampf gegen Antisemitismus und hat in seiner bisherigen Arbeit große Kompetenz bewiesen“, erklärte ein Sprecher der Initiative.
Die Vorwürfe, die Verwaltung habe die Auswahl politisch beeinflusst, seien unbegründet. Vielmehr handle es sich um einen regulären Auswahlprozess, bei dem Can aufgrund seiner Qualifikationen überzeugt habe. Die jüdischen Studierenden unterstrichen, dass Can als Brückenbauer zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen agieren könne.
Hintergrund des Streits
Der Streit war entbrannt, als bekannt wurde, dass die Wissenschaftsverwaltung offenbar in das Verfahren eingegriffen und Can gegenüber anderen Bewerbern bevorzugt haben soll. Kritiker, darunter Oppositionspolitiker und einige Hochschulvertreter, forderten eine transparente Aufklärung und stellten die Rechtmäßigkeit der Entscheidung infrage.
Die Verteidiger von Can hingegen argumentieren, dass die Kritik auf politischen Motiven beruhe und die fachliche Eignung von Can außer Frage stehe. „Wir brauchen jemanden, der mit Fingerspitzengefühl und Sachverstand gegen Antisemitismus vorgeht. Mehmet Can ist genau der Richtige dafür“, so ein Unterstützer.
Die endgültige Entscheidung über die Besetzung des Postens steht noch aus. Die Wissenschaftsverwaltung hat angekündigt, die Vorwürfe zu prüfen. Bis dahin bleibt die Position des Antisemitismusbeauftragten vakant.



