Toter Sportjournalist Esposito: War er bei Brand noch am Leben?
Toter Sportjournalist: War Esposito bei Brand noch am Leben?

Grausame Details zum Tod von Luigi Esposito

Der Fall des brutal getöteten italienischen Sportjournalisten Luigi „Luca“ Esposito (†53) wird immer grausamer. Neue Erkenntnisse der Gerichtsmediziner lassen eine schlimme Befürchtung aufkommen: War der Reporter noch am Leben, als sein Körper in Flammen aufging?

Esposito war am Samstagabend als vermisst gemeldet worden. Am Sonntag entdeckten Feuerwehrleute bei Löscharbeiten auf einem abgelegenen Feld in der Provinz Salerno seine bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leiche. Erst anhand seines Autoschlüssels konnte der Tote identifiziert werden.

Obduktion wirft neue Fragen auf

Eine jetzt abgeschlossene Obduktion wirft neue Fragen auf. Anders als zunächst berichtet, fanden die Gerichtsmediziner keine Hinweise auf Schussverletzungen. Stattdessen stellten sie massive Verletzungen fest: Brüche im Gesicht, an den Rippen und am Becken sowie schwere Kopfverletzungen. Ob die Knochenbrüche durch Gewalt oder die enorme Hitze des Feuers entstanden, ist unklar.

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Besonders erschütternd: Nach Informationen italienischer Medien konnten die Rechtsmediziner nicht klären, ob Esposito bereits tot war, als das Feuer gelegt wurde. Derzeit gehen sie von einer Wahrscheinlichkeit von etwa 50 Prozent aus, dass der Journalist noch lebte. Weitere Untersuchungen sollen Gewissheit bringen.

Anti-Mafia-Staatsanwalt leitet Ermittlungen

Nach bisherigen Erkenntnissen war Esposito am Samstag gegen 23 Uhr mit seinem weißen Lancia in das abgelegene Gebiet gefahren. Überwachungskameras zeigen, dass er sein Auto verließ und zu Fuß weiterging – offenbar, um jemanden zu treffen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes. Geleitet wird das Verfahren von Italiens Anti-Mafia-Staatsanwalt Raffaele Cantone. Die Region um Salerno gilt als Hochburg der berüchtigten Camorra.

Rätsel um Privatleben des Journalisten

Neue Rätsel gibt es auch um Espositos Privatleben. Jahrelang soll er Freunden erzählt haben, für die Umweltbehörde ARPAC gearbeitet zu haben. Die Behörde widersprach nach seinem Tod entschieden: Esposito sei dort nie beschäftigt gewesen. Auch eine angebliche Mitgliedschaft in der Biologenkammer stellte sich als falsch heraus.

Esposito galt als bestens vernetzt in der Fußball-Szene Kampaniens. Für die Zeitung „La Città di Salerno“ berichtete er über den regionalen Fußball, zudem trat er regelmäßig als TV-Experte auf. Freunde und Kollegen beschreiben ihn als offen, furchtlos und kontaktstark. Seine Schwester erklärte, er habe keine bekannten Feinde gehabt. Festnahmen gibt es bislang nicht. Warum der beliebte Sportjournalist sterben musste, bleibt weiter ein Rätsel.

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